Ein zusätzliches Urlaubsgeld ist allemal drin, wenn man einen oder mehrere der Spartipps beherzigt. © Andrey Popov
Sparen fällt vielen schwer. Kleine Summen kann man aber auch spielerisch und mit Spaß zur Seite legen.. Hier ein paar Vorschläge.
52-Wochen
Mit der 52-Wochen-Challenge – das englische Wort „Challenge“ heißt übrigens übersetzt so viel wie „Herausforderung“ – wächst der Sparbetrag jede Woche um einen Euro an. Konkret heißt das: „In der ersten Woche wird ein Euro gespart, in der zweiten Woche zwei Euro“, sagt Kathleen Altmann vom Bundesverband deutscher Banken (BdB). Das geht von Woche zu Woche so weiter – bis in der 52. Woche 52 Euro gespart werden müssen. Wer durchhält, hat zum Jahresende 1378 Euro auf der hohen Kante.
Heiß oder kalt?
Wie kalt oder wie warm ist es draußen? Ein Blick aufs Thermometer verrät es. Wer das einmal in der Woche an einem zuvor festgelegten Tag, zum Beispiel sonntags, macht, wandelt die angezeigte Temperatur im Kopf in Geld um, sprich: „Bei sieben Grad spart man sieben Euro, bei 35 Grad sind es 35 Euro“, sagt Markus Latta vom Verbraucherservice Bayern im KDFB. Sind die Temperaturen unter null, wandelt man die angezeigte Temperatur in Fahrenheit um. Oder man ignoriert, ob es sich um Plus- oder Minusgrade handelt. Das bedeutet bei minus zehn Grad spart man einfach trotzdem zehn Euro.
Fünf-Euro-Trick
Jedes Mal, wenn ein Fünf-Euro-Schein ins Portemonnaie flattert, sortiert man ihn aus und steckt ihn in ein Sparschwein. „Dieser Trick lässt sich flexibel an das eigene Budget anpassen“, sagt Altmann. Denn das gleiche Vorgehen funktioniert auch mit anderen Geldscheinen, etwa einem 10- oder 20-Euro-Schein – oder auch mit Münzgeld.
Zu beachten beim Fünf-Euro-Trick: Bei dieser Art des Sparens bleibt unklar, wie viel Geld am Ende des Jahres im Sparschwein landet. Es hängt unter anderem davon ab, wie oft man mit Bargeld bezahlt und Wechselgeld zurückbekommt. So oder so kann Kathleen Altmann zufolge über das Jahr hinweg viel Geld zusammenkommen.
Nichts ausgeben
Bei dieser Variante des Sparens geht es darum, an einem bestimmten Tag in der Woche keinen Cent auszugeben. Das heißt: Man verbietet sich jeden spontanen Einkauf, verzichtet etwa am Nachmittag auf ein süßes Teilchen aus der Bäckerei und ordert auch nichts online. „Für jeden Tag, an dem man kein Geld ausgegeben hat, legt man sich fünf Euro beiseite“, sagt Latta. Der Betrag kann individuell natürlich höher oder niedriger sein.
Nebeneffekt: Das Bewusstsein dafür, wie viel Geld man für viele kleine Dinge ausgibt, die man eigentlich nicht braucht, wächst.
Geld für Handyzeit
Viele verbringen täglich viel Zeit an ihrem Handy. Wie viele Stunden es genau sind, kann man in der Regel über die Smartphone-Einstellungen herausfinden. Und so funktioniert diese Challenge: Jede einzelne Stunde am Handy zählt – und für jede Stunde, die das Handy wöchentlich anzeigt, wirft man einen Euro in ein Sparschwein. „Es können auch etwa zwei oder fünf Euro für jede Stunde sein“, sagt Latta.
Auch hier gibt es einen Nebeneffekt: Man erkennt, wie viel Zeit man Tag für Tag am Handy verbringt.
Alles aufrunden
Bei jedem Betrag, den man ausgibt, rundet man diesen auf. Die Differenz legt man zurück – und so summiert sich nach und nach der Betrag womöglich in stattliche Höhe. „Kosten die Schuhe 75 Euro, kann man auf 80 Euro aufrunden, also fünf Euro zurücklegen“, sagt Altmann. Wer schneller sparen will, kann gleich auf 100 Euro aufrunden – so wird der Sparbetrag deutlich erhöht.
Zu beachten beim Aufrunden zu eigenen Gunsten: Wer kleinere Beträge aufrundet, muss unter Umständen einige Zeit warten, bis größere Sparziele erreicht werden. „Damit man den Überblick behält, ist es wichtig, die gesparten Beträge zu dokumentieren“, so Latta. Das geht etwa über Handy-Apps oder auch ganz klassisch mithilfe von Excel-Tabellen oder einer schriftlichen Liste.