Wie lang hält die Auto-Heizung durch?

von Redaktion

Das kann dauern: Autofahrer sollten auf einen Stau bei klirrender Kälte vorbereitet sein. © Fabian Strauch, dpa

Ein Stau ist immer nervig – besonders aber bei klirrender Kälte, Schnee und Eis. Wer am Wochenende einen Ausflug per Auto plant, sollte lieber vorsorgen.

Was mit muss

Vor allem, wer auf längere Touren gehen will, sollte neben der normalen Winterausrüstung jetzt auch etwas Proviant und heiße Getränke an Bord mitnehmen. Auch der Wasservorrat sollte nicht zu knapp sein. Decken, Jacken und eine Taschenlampe sollten griffbereit sein, rät der ADAC. Außerdem sinnvoll: Eiskratzer, Handfeger, Handschuhe, Scheibenfrostschutz, Starthilfekabel oder Starthilfe-Booster, Schaufel, etwas Streusplitt oder Sand, Abschleppseil, eventuell Schneeketten. Ladekabel oder eine Powerbank für das Handy.

E-Autos

Eine Horrorvorstellung: Nach längeren Standzeiten geht der Saft im E-Auto aus oder der Tank neigt sich dem Ende zu – keine Heizung mehr, kein Licht. Wie realistisch sind solche Szenarien? Und müssen sich speziell Fahrer von E-Autos im Stau größere Sorgen machen – denn hier bekommt die Heizung ihre Energie aus dem Akku und nicht aus der Motorabwärme wie bei einem Verbrenner? Der ADAC gibt Entwarnung und verweist auf eigene Tests. E-Autos verbrauchen demnach rund 1,5 bis 2 Kilowattstunden (kWh), um den Innenraum im Stand bei minus 10 Grad Außentemperatur eine Stunde lang konstant auf 20 Grad zu erwärmen.

Im Extrembeispiel eines zehnstündigen Staus wäre so mit einem Stromverbrauch von 15 bis 20 kWh zu rechnen. Aber die meisten Elektroautos verfügen heute über Akkus mit deutlich größerer Kapazität. Das reicht auch in einer staureichen Winternacht ohne Sparmaßnahmen dafür, das Auto mehrere Stunden warm zu halten. Der Akku muss natürlich ausreichend voll sein. Daher nie auf den letzten Drücker nachladen. Denn E-Autos verbrauchen im Winter im Schnitt beim Fahren rund 20 bis 30 Prozent mehr Energie – die Reichweite sinkt. Auf der Kurzstrecke kann sie sich nach ADAC-Angaben im Extremfall um die Hälfte reduzieren, da Stromer ja keine Motorabwärme für das Heizen des Innenraums nutzen können. Auch der Antriebsakku muss auf Betriebstemperatur gebracht werden – all das kostet Energie.

Verbrenner

Allerdings benötigen auch Autos mit Verbrenner nun mehr Energie. Sie verbrauchen im Winter dementsprechend mehr Kraftstoff – Benziner im Schnitt plus 15 Prozent, Diesel plus 24 Prozent, so der Autoclub. Daher gilt auch hier: Rechtzeitig deutlich vor Erreichen der Reserve tanken. Hier liegt der Verbrauch im Stand bei etwa 1 bis 1,5 Liter pro Stunde. Also reicht der Vorrat im Tank in der Regel für Stunden.

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