Die Sammelsysteme sind überfordert. © Rolf Poss/Imago
Indonesien sperrt Musk-Chatbot
Jakarta – Als weltweit erstes Land hat Indonesien den KI-Chatbot Grok des US-Multimilliardärs Elon Musk wegen der Erstellung und Verbreitung pornografischer Bilder gesperrt. Der Zugang zu Grok werde vorläufig geblockt, „um Frauen, Kinder und die Öffentlichkeit vor den Risiken gefälschter pornografischer Inhalte“ zu schützen, erklärte Digitalministerin Meutya Hafid. Die Regierung sehe „nicht einvernehmliche“ Deepfakes – KI-generierte, täuschend echte Bilder und Videos – als „schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte, der Würde und der Sicherheit der Bürger im digitalen Raum“, hieß es in der Erklärung der Ministerin weiter.
Weniger Bausparer abgeschlossen
Stuttgart – Nach dem Boom durch die Zinswende kühlt sich das Bauspargeschäft in Deutschland weiter ab. Sowohl die privaten Bausparkassen als auch die Landesbausparkassen berichten von rückläufigem Neugeschäft. Bereits 2024 war die Nachfrage zurückgegangen. Bei den Landesbausparkassen (LBS) wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 297 000 neue Bausparverträge mit einer Summe von 16,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von 13,9 Prozent bei der Vertragszahl und einem Rückgang der Bausparsumme um 20,8 Prozent.
Städte wollen Notfallkraftwerke
Berlin – In Berlin ist die Stromversorgung nach dem tagelangen Stromausfall wieder stabil. Als Konsequenz des Vorfalls fordert der Deutsche Städtetag nun von der Bundesregierung den Aufbau einer Notfallreserve mit mobilen Kraftwerken zur Versorgung ganzer Stadtviertel. Das Bundesinnenministerium verwies am Samstag auf den geplanten Aufbau einer Reserve für den Kriegsfall, federführend dabei müssten jedoch die Länder und Gemeinden sein.
Billigmode-Hersteller sollen für Müll bezahlen
Berlin – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will die Hersteller billiger Kleidung zur Kasse bitten, um die Entsorgung der zunehmenden Textilmüllmengen zu finanzieren. „Auch bei uns in Deutschland führt Fast Fashion zu einem extremen Müllproblem“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“ von Samstag. „Unser über Jahrzehnte bestehendes System der Altkleidersammlung funktioniert nicht mehr. Die Container werden mit dem Billigklamottenberg überfüllt und die Betreiber werden ihn nicht mehr los.“