VERBRAUCHER

Ein Korb mit günstigen Preisen

von Redaktion

Auch Grundnahrungsmittel sind in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich teurer geworden. © Jens Büttner, dpa

Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise fordert die SPD eine Entlastung für Verbraucher. Handelsketten sollten auf freiwilliger Basis nach dem Vorbild Griechenlands „einen Warenkorb mit günstigen und preisstabilen, in Deutschland produzierten Grundnahrungsmitteln aus allen wichtigen Warengruppen“ anbieten, erläuterte die SPD-Bundestagsfraktion. Die Lebensmittelpreise seien in Deutschland seit 2020 um rund ein Drittel gestiegen.

Die Einzelhändler sehen auf Anfrage keinen Bedarf: „Rewe setzt bereits zahlreiche Maßnahmen um, um den Zugang zu günstigen Produkten zu gewährleisten“, heißt es zum Beispiel. „Besonders unsere Eigenmarken-Sortimente bei Rewe und Penny bieten grundsätzlich eine breite Auswahl an preisgünstigen Produkten.“ Ähnlich die Konkurrenz: „Wo immer möglich, gibt Aldi Preisvorteile direkt an die Kundinnen und Kunden weiter.“

Der Handelsverband Deutschland verbittet sich indes jede Einmischung. „Der intensive Wettbewerb auf der Ebene des Handels sorgt dafür, dass Preisvorteile im Einkauf unmittelbar an die Verbraucher weitergegeben werden“, so ein Sprecher. „Wenn die Politik in die Preisbildungsmechanismen eingreift, so hat das erfahrungsgemäß immer unerwünschte Nebenwirkungen, die eher zu Preissteigerungen führen.“ Alle Preisentwicklungen ließen sich marktwirtschaftlich erklären: „Hintergrund sind meist weltweite Mengenverknappungen- oder -überschüsse, die wiederum vielfach durch klimabedingte Ernteausfälle oder eine geminderte Nachfrage verursacht wurden.“ So sei Kakao im vergangenen Jahr teurer geworden, Butter aber günstiger.MAS

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