VERBRAUCHER

Wie Paypal nicht zu viel erfährt

von Redaktion

Paypal sammelt viele Daten – und speichert sie lange. © dpa

Was man so alles kauft oder bezahlt, lässt viele Rückschlüsse auf die eigene Person zu. Es handelt sich also um sensible Daten, die niemanden etwas angehen. Dennoch werden diese Daten nur zu gern zu Werbezwecken gesammelt – mitunter selbst von Unternehmen, von denen man es vielleicht am wenigsten erwarten würde. Im schlimmsten Fall können Daten missbraucht werden.

Ein Beispiel dafür ist etwa der Zahlungsdienstleister Paypal, berichtet die Stiftung Warentest. Das Netzwerk Datenschutzexpertise hat Paypal unter die Lupe genommen und Folgendes festgestellt: Der Schutz von sensiblen, personenbezogenen Daten ist demnach nicht gewährleistet. Nutzer würden nicht ausreichend informiert. Paypal speichere die Daten, solange das Nutzerkonto existiert – und zehn Jahre darüber hinaus. Das überschreite alle gesetzlichen Fristen. Das US-Unternehmen hole auch keine ausreichende Einwilligung zur Nutzung von Daten ein.

Wer nicht will, dass Paypal seine Daten wie Aktivitäten, Einkaufshistorie oder Profilinformationen zu Werbezwecken verarbeitet oder an andere Unternehmen weitergibt, sollte einen Blick in die Einstellungen werfen und kontrollieren, wie die Schieber dort gestellt sind.

Achtung: Ein schwarz hinterlegter Schieber heißt ja, ein grau hinterlegter Schieber bedeutet nein. Nur wenn beide Regler grau sind, hat man den Unternehmen und seinen Partnern das Werbe-Einverständnis komplett entzogen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass es durchaus Alternativen zu Paypal gibt, darunter der europäische Anbieter Wero.

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