Mit Naturkosmetik schminkt man sich schonend. © dpa
Ob als Clown, Kätzchen oder Eisprinzessin: Viele kaufen gerade ihre Faschingskostüme. Masken, Perücken und Accessoires gibt es oft schon für wenige Euro. Doch Diplom-Chemikerin Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale NRW warnt vor billigen Importprodukten, die direkt von Händlern in China gekauft werden: Da sei unklar, „ob sie den europäischen Gesetzen entsprechen oder Schadstoffe enthalten, die in Europa als gesundheitsgefährdend verboten sind.“ Prüflabore weisen Kerstin Effers zufolge bei solcher Ware immer wieder schädliche Inhaltsstoffe nach. Wer Ware über einen Online-Shop bestellt, kann mit Hilfe des Impressums feststellen, ob der Händler seinen Sitz in der EU hat.
Gerade wenn Utensilien auffällig nach Kunststoff oder Chemie riechen, sollte man besser die Finger davon lassen. Denn das kann ein Zeichen dafür sein, dass Lösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe in den Plastikteilen und Stoffen enthalten sind. Neu gekaufte Kostüme soll man, wenn möglich, vor dem ersten Anziehen waschen, rät die VZNRW. Das kann zumindest wasserlösliche Schadstoffe entfernen. Außerdem zieht man unter das Kostüm besser Alltagskleidung an: Strumpfhosen, T-Shirts, Pullis können die Haut zusätzlich vor Schadstoffen schützen. Ein weiterer Vorteil der Zusatzschicht: sie hält einen im Straßenkarneval schön warm.
Noch besser ist es, wenn man Kostüme Secondhand kauft oder sich im Freundeskreis bereits getragene Teile ausleiht. Das spart Geld und senkt den persönlichen Ressourcenverbrauch. Tipp: Wer sein Kostüm selbst bastelt, weiß genau welche Materialien verwendet wurden und kann Schadstoffe vermeiden.
Damit bei Schminke keine unerwünschten Hautreaktionen auftreten, rät die Verbraucherzentrale, auf die Inhaltsstoffe der Produkte sowie auf Warnhinweise zu achten. Manche Schminkprodukte sind beispielsweise nicht für die Augenpartie geeignet. Unbedenklicher ist zertifizierte Naturkosmetik. Da sie frei von bestimmten Stoffen sein muss, die die Haut und Umwelt belasten können, wie Mineralölen, Silikonen, Polyethylenglykolen (PEG), Azofarbstoffen und vielen anderen synthetischen Inhaltsstoffe. Wer sichergehen will, kann Naturkosmetik an Siegeln wie „Ecocert“ oder „NATURE“ erkennen und sich daran orientieren.
Tipp: Nicht nur für Kinder sind Aqua-Farben optimal, da sie die Poren nicht abdichten und gut abwaschbar sind.