Kaltes Wetter treibt Gaspreis

von Redaktion

Gas ist derzeit teuer. © Bernd Weißbrod/dpa

Amsterdam – Durch den kalten Winter sind die Gaspreise in Europa deutlich gestiegen: Kurzfristige Termingeschäfte wurden noch Mitte Dezember für rund 27 Euro die Megawattstunde (MWh) gehandelt, Freitag waren es 37 Euro. Ein Grund ist der niedrige Füllstand der Gasspeicher: Mit aktuell 41 Prozent liegt er unter dem Niveau des Vorjahres, in dem es noch eine gesetzliche Füllquote gab. „Dies hat die Nervosität geschürt und die Preise deutlich steigen lassen“, schreibt die Commerzbank in einer Analyse. „Ob sich diese Tendenz fortsetzen wird, bestimmt kurzfristig der Heizbedarf.“ Denn die Privathaushalte stünden nach wie vor für rund 40 Prozent des deutschen Gasverbrauchs. Angesichts der von der Ampel-Regierung neu geschaffenen Flüssiggas-Importkapazitäten rechnet die Bundesnetzagentur allerdings nicht mit physischen Versorgungsengpässen. Ungeachtet der Kapriolen am Großmarkt ist Gas für Neukunden mit 8 Cent pro Kilowattstunde – inklusive Grundgebühr und Wechselboni – aktuell relativ preiswert, zeigen Daten des Berliner Vergleichsportals „Verivox“. MAS

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