„Game over“ heißt es, wenn Anbieter nicht mehr mitspielen. Das soll sich ändern. © Sebastian Gollnow, dpa
Durch eine Bürgerinitiative wird sich die EU-Kommission in den kommenden Monaten mit einem Anliegen von Gamern beschäftigen. Sie wollen Videospiele auch dann noch spielen können, wenn die Hersteller das Spiele-Angebot auslaufen lassen. Da knapp 1,3 Millionen Menschen aus allen Mitgliedstaaten ihre Unterstützung bekundeten, handelt es sich um die 14. erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative, wie die Kommission in Brüssel mitteilte. Sie ist nun verpflichtet, das Anliegen zu prüfen, sich mit den Initiatoren zu beraten und spätestens nach einem halben Jahr zu begründen, ob sie einen Gesetzesvorschlag vorlegt oder nicht. Im EU-Parlament wird es eine Anhörung geben. Die Initiative „Stop Destroying Videogames“ fordert konkret, dass die Kommission die Herausgeber von Spielen verpflichten soll, die Spiele dauerhaft in einem funktionsfähigen Zustand zu belassen. Es geht um Games, die nur mit einer Internetverbindung oder Telemetrie spielbar sind. Aktuell könnten die Publisher diese von Ferne deaktivieren, indem beispielsweise der notwendige Support des Spiels eingestellt werde, so die Begründung. In anderen Branchen komme es normalerweise nicht vor, dass ein bereits an den Verbraucher verkauftes Produkt im Nachhinein zerstört werden könne, so die Initiatoren.