Autos werden immer teurer

von Redaktion

Im Durchschnitt sind die Preise beim Autokauf in Deutschland 2025 erneut gestiegen. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) hervor. Demnach haben private Autokäuferinnen und Autokäufer im vergangenen Jahr im Schnitt 44 560 Euro für einen Neuwagen bezahlt. Das entspricht einem Anstieg von rund 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dass der Durchschnittspreis nicht noch mehr gestiegen sei, liege vor allem daran, dass bei Benzinern etwas günstigere Modelle erworben wurden, teilte die DAT mit. Für Benziner zahlten die Menschen im Schnitt 33 150 Euro. Mehr als den Durchschnittspreis legten sie hingegen bei Plug-in-Hybriden (64 570 Euro), Diesel-Autos (50 030 Euro) und reinen E-Autos (47 160 Euro) hin. Der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen ging 2025 dagegen leicht um rund 1,6 Prozent auf 18 310 Euro zurück. Allerdings blieb der Wert dennoch auf einem sehr hohen Niveau. Seit 2022 (18 800 Euro) liegen die Gebrauchtwagenpreise laut den DAT-Umfragen in Deutschland über 18 000 Euro. Zum Vergleich: 2021 lag der Durchschnittspreis noch bei 15 740 Euro und 2016 bei 11 430 Euro.

Hybride und E-Autos bei Käufern gefragt

In Europa wurden insgesamt 10,8 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Das sind 1,8 Prozent mehr als 2024, aber immer noch deutlich weniger als vor der Corona-Pandemie, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Die meisten Neuzulassungen waren demnach mit 34,5 Prozent Hybride. Dabei handelt es sich aber nicht um Fahrzeuge, die längere Strecken rein elektrisch fahren können und per Stecker geladen werden, sondern meist um Benziner mit sogenanntem Mild-Hybrid. Entsprechend waren auch nur noch 26,6 Prozent aller Zulassungen klassische Benziner. Auf extern aufladbare Plug-in-Hybride entfielen 9,4 Prozent, auf reine E-Autos 17,4 Prozent und damit rund ein Drittel mehr als 2024.

Die deutschen Hersteller haben ihre Position in Europa mehr als verteidigt. Zusammen kamen VW, BMW und Mercedes laut ACEA auf 39,9 Prozent Marktanteil. Das waren 1,2 Prozentpunkte mehr als 2024. VW baute seinen Marktanteil deutlich aus, auch BMW legte zu, Mercedes blieb stabil. Bei Tesla gab es auch europaweit einen massiven Einbruch – von 2,3 auf 1,4 Prozent Marktanteil. Dagegen konnten die chinesischen Konzerne BYD und SAIC ihre Marktanteile auf 1,2 und 1,9 Prozent verdreifachen. DPA/HÖSS

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