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Exoten im Dauerfrost

von Redaktion

Südfrüchte kommen meist von weit her. Die Klimabilanz ist entsprechend schlecht. Schiffstransport ist diesbezüglich besser als der Import per Flugzeug. © smarterpix, new africa

Ob Mango, Papaya, Ananas, Kaki, Physalis, Stern- oder Drachenfrucht – in den Supermarktregalen bringen tropische und subtropische Früchte kulinarischen Sommer in den Dauerfrost. Damit das weitgereiste Obst zu einer echten Bereicherung wird, sollte man beim Einkauf besonders auf die Qualität achten.

So ist zum Beispiel die meist aus Südamerika oder Afrika importierte Physalis anfällig für Fäulnis. Auch Papayas, Kakis oder Mangos sollten keine dunklen Flecken oder Druckstellen aufweisen. Alle drei zählen zum nachreifenden Obst. Sind sie beim Kauf noch etwas unreif, kann man sie zu Hause ein paar Tage bei Zimmertemperatur liegen lassen. Der Kühlschrank ist kein guter Aufbewahrungsort für tropische Früchte – die Kälte schadet dem Aroma.

Reife Kakis erkennt man an der kräftig tieforangen Farbe. Zu Hause legt man die druckempfindlichen Früchte am besten einzeln nebeneinander. Reife Mangos duften intensiv, vor allem rund um den Stielansatz. Das Fruchtfleisch sollte auf Druck leicht nachgeben. Die Schalenfarbe ist keine Hilfe – Mangos haben je nach Sorte gelbe, rote oder grüne Schalen, die man gründlich gewaschen auch mitessen kann. Papayas dagegen sollten beim Kauf nicht mehr komplett grün, sondern schon leicht gelb sein, damit sie in den nächsten Tagen noch zufriedenstellend nachreifen können. Auch die Karambole, wegen ihrer gezackten Form heißt sie auch Sternfrucht, sollte sich von grün nach gelb verfärbt haben, dann schmeckt sie aromatisch süß. Grüne Sternfrüchte dagegen sind sauer und wenig wohlschmeckend. Auch unreife Passionsfrüchte sind sehr sauer. Man sollte sie so lange nachreifen lassen, bis die Schale der kugeligen Früchte richtig schrumpelig ist. Dann kann man sie aufschneiden und mitsamt den Kernen auslöffeln. Auch die Pitaya, die spektakulär pink-gelb geschuppte Drachenfrucht, isst man so. Sie ist in ihrem Inneren je nach Sorte pink, rot oder weiß mit kleinen Kernen – Konsistenz und Geschmack erinnern ein wenig an Kiwi.

Wegen der weiten Transportwege haben exotische Früchte eine schlechtere Klimabilanz als heimische Äpfel, Birnen oder Beeren. Ihr Genuss lässt sich jedoch umweltfreundlicher gestalten, etwa durch einen Blick aufs Herkunftsland. Je nach Jahreszeit gibt es z.B. Kakis, Granatäpfel oder Kiwis auch aus europäischer Ernte. Ananas, Mangos und Papayas werden entweder per Flugzeug oder per Containerschiff importiert. Der Schiffstransport verursacht pro Kilogramm deutlich weniger CO₂ als Luftfracht und ist meist günstiger.

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