Heizungskauf: Kunden warten lieber ab
Frankfurt – Die Heizungsbranche hat im vergangenen Jahr so wenig Anlagen verkauft wie zuletzt 2010: Abgesetzt wurden 627 000 Geräte, ein Minus von zwölf Prozent, wie der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie der „Welt am Sonntag“ mitteilte. Einen deutlichen Zuwachs gab es bei Wärmepumpen, die den Gasbrennwertkessel als meistverkauften Wärmeerzeuger ablösten. Der Absatz von Wärmepumpen stieg um 55 Prozent auf rund 299 000 Geräte. Laut BDH wurden hingegen nur noch 229 000 Gasbrennwertkessel verkauft, 36 Prozent weniger. Ölheizungen wurden nur noch 22 500 verkauft. Der Verband mahnte „endlich stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen“ an. Das Verfeuern von Gas und Öl werde immer teurer, sagte Umweltminister Carsten Schneider (SPD). „Wenn wir die Leute nicht jetzt dazu bringen, auf erneuerbare Heizquellen umzusteigen, lassen wir sie in die Kostenfalle laufen.“