Kunden in kleineren Städten und auf dem Land zahlen bei regionalen Banken beim Girokonto systematisch mehr als in Großstädten. Zwar seien die Girokonto-Fixkosten in Kommunen bis 60 000 Einwohner im Schnitt etwas günstiger, doch aufgrund von Gebühren für bestimmte Vorgänge wandele sich dieser Vorteil „am Ende oft in deutlichen Nachteil“, erklärte die Zinsmarkt-Plattform FMH X Radar. Wer als Kunde einer Regionalbank auf dem Land drei Bezahlvorgänge pro Woche elektronisch vornehme, verliere „bereits den Fixkosten-Vorteil. Und mit steigender Cashless-Quote wird der finanzielle Nachteil größer“, errechnete FMH X Radar. Mit elektronischem Bezahlen ist dabei alles außer die Bargeldzahlung gemeint, etwa per EC-Karte, mit Bezahldiensten wie Paypal oder per Überweisung. „Mit einem Girokontowechsel sparen Kunden in bestimmten Nutzergruppen einiger Regionen bis zu 290 Euro im Jahr. Rund 110 Euro davon können nach unseren Berechnungen alleine auf den finanziellen Malus aufgrund der Stadtgröße entfallen“, erklärte Ania Scholz-Orfanidis von der Finanzberatung FMH. Die Ergebnisse hätten mit schwächerer Konkurrenzsituation zu tun.