Einwilligen geht schnell, auswählen dauert länger. © dpa
Jeder kennt es von den Cookie-Bannern: Für das Ablehnen braucht es mehrere Klicks, das Einwilligen geht fix per großem, grünem Button. Dark Patterns sind bewusst gestaltete Design-Elemente auf Webseiten und in Apps, die Verbraucher in eine Richtung lenken sollen, die hauptsächlich den Anbietern zugutekommt. Diese manipulativen Techniken werden immer häufiger eingesetzt und können zu unüberlegten Entscheidungen, unerwünschten Abonnements oder der Preisgabe sensibler Daten führen. „Es kann eine Irreführung darstellen, wenn es scheinbar nur einen Weg gibt, den man gehen kann“, fasst Parsya Baschiri das Prinzip von Dark Patterns zusammen. Um ihnen nicht auf den Leim zu gehen, rät der Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Bremen vor allem dazu, sich Zeit zu nehmen. Also genau hinsehen, bei wem man überhaupt einkauft. Nicht zu schnell die kleinen Häkchen setzen, sondern nachsehen, wozu man da sein Okay gibt. „Lesen Sie auch das Kleingedruckte“, sagt Parsya Baschiri. „Bei einer vermeintlich kostenlosen Sache kann es sich auch um ein Abo handeln.“ Ein gesundes Misstrauen ist bei all diesen Design-Elementen angesagt, denn Dark Patterns wollen im Sinne des Anbieters manipulieren – das tun sie oft mit Druck.