Langkorn, Rundkorn, Wildreis: Reis gibt es in vielen Sorten. © elenathewise / Smarterpix
Reis ernährt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und ist damit eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Am meisten Reis wird in Asien angebaut und gegessen, doch auch in Deutschland steigt der Reisverzehr kontinuierlich an. Je nach Sorte lässt sich Reis ganz unterschiedlich zubereiten. Langkornreis bleibt nach dem Kochen locker und körnig. Er eignet sich gut als Beilage zu Fisch und Fleisch, für Pfannengerichte und Reissalate. Beliebte Langkornsorten sind Basmati- und Jasminreis. Basmati wird vor allem in Pakistan und Indien am Fuß des Himalaya angebaut. Er hat lange, dünne Körner und einen charakteristischen Duft, optimal für indische Currys.
Jasminreis stammt meist aus Thailand und hat ein blumiges Aroma. Anders als Basmati ist er leicht klebrig. Noch klebriger sind Mittel- und Rundkornsorten, mit denen man beispielsweise Paella, Risotto oder süßen Milchreis zubereitet. Sie nehmen viel Flüssigkeit auf, verleihen dem Gericht eine cremige Konsistenz und haben trotzdem noch Biss.
Zu den bekanntesten Reissorten für Paella zählt der spanische Bomba-Reis, der in den Regionen Valencia und Murcia angebaut wird. Italienisches Risotto gelingt besonders gut mit Rundkornsorten wie Arborio und Carnaroli. Auch für Sushi wird klebriger Rundkornreis verwendet, in Japan gibt es zahlreiche Spezialsorten wie den Koshihikari-Reis.
Aus gesundheitlicher Sicht ist Reis in der Vollkornvariante am besten: beim Naturreis bleiben die wertvollen Randschichten des Korns und der Keimling erhalten – so ist er vitamin-, mineral- und ballaststoffreicher als geschälter weißer Reis.
Der sogenannte Parboiled-Reis ist ein Kompromiss zwischen Naturreis und weißem Reis. Er wird vor dem Schälen mit Wasser und heißem Dampf behandelt, wodurch ein Teil der Vitamine und Mineralstoffe aus den Randschichten ins Innere des Korns wandert. Naturreis ist meistens bräunlich, es gibt aber auch „bunte“ Sorten wie den roten Camargue-Reis oder den im Piemont gezüchteten schwarzen Venere-Reis.
Eine Sonderrolle nimmt Wildreis ein. Er hat lange, schwarze Körner und lässt sich wie Reis zubereiten, ist aber botanisch nur entfernt mit ihm verwandt. Wildreis ist eiweiß- und ballaststoffreicher als weißer Reis, schmeckt nussig und hat einen festen Biss. Wie Reis ist auch Wildreis glutenfrei. Er wird pur oder – preisgünstiger – gemischt mit hellem Reis verkauft. Bei der Zubereitung sollte man die angegebene Kochzeit beachten: Wildreis benötigt eine Garzeit von bis zu einer Stunde.