Immer mehr Pleiten bei Privatleuten

von Redaktion

Die hohen Preise bereiten vielen Probleme. © Alexander Heinl, dpa

Hohe Lebenshaltungskosten treiben immer mehr Verbraucher in die Pleite. 107.816 Privatinsolvenzen wurden nach Angaben des Informationsdienstleisters Crif im vergangenen Jahr in Deutschland registriert. Dies seien 7,8 Prozent mehr als 2024, und die Zahlen dürften weiter steigen. Die finanzielle Situation vieler Privatpersonen bleibe angespannt, sagt Crif-Deutschland-Geschäftsführer Frank Schlein: „Trotz einer grundsätzlich höheren Sparbereitschaft reichen die Rücklagen in vielen Haushalten nicht mehr aus, um die steigenden Kosten aufzufangen.“ Durchschnittlich beliefen sich die Schulden der Betroffenen auf rund 15.000 Euro. Für 2026 rechnet Crif derzeit mit 110.000 Privatinsolvenzen hierzulande. Damit wäre der Wert aus dem Jahr 2021 überschritten, in dem es infolge einer Gesetzesänderung knapp über 109.000 Fälle gegeben hatte. Damals waren ein Jahr zuvor viele Insolvenzanträge zurückgehalten worden, um von der vom 1. Januar 2021 an geltenden Verkürzung der Restschuldbefreiung zu profitieren: Die Dauer des Verfahrens reduzierte sich von sechs auf drei Jahre.

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