Warum bei Rentnern Zusatzbeiträge später steigen

von Redaktion

Für einige Rentner werden die Zusatzbeiträge im März angehoben, für andere erst später. © Imago

Bei vielen Arbeitnehmern wurden die Zusatzbeiträge für die Krankenkasse schon zu Jahresbeginn angehoben. Bei den meisten Rentnern wirkt sich die Kostensteigerung aber frühestens zwei Monate später aus, nämlich ab März. Der Grund: Die zu leistenden Krankenversicherungsbeiträge für die Rentenzahlungen der Monate Januar und Februar wurden weiter auf Grundlage des bisherigen Beitragssatzes berechnet, teilt die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) mit. Erst mit der März-Zahlung werde der Krankenkassenbeitrag für alle Pflichtversicherten angehoben und eine entsprechend geringere Rente überwiesen. Ursächlich für die verzögerte Auswirkung bei Ruheständlern sind nach Angaben der DRV gesetzliche Vorgaben.

Und selbst unter Rentnern kommt der geänderte Betrag nicht zur gleichen Zeit an. Entscheidend ist laut DRV der Renteneintritt. Wurde die Rente erstmals im April 2004 oder später überwiesen, wird sie nachschüssig am Monatsende gezahlt, sie landet dann also erst Ende März auf dem Konto. Wer bis März 2004 in Rente gegangen ist, erhält die Zahlung im Voraus – und damit den geänderten Zahlbetrag bereits Ende Februar. Auf ihrem Kontoauszug werden betroffene Ruheständler über die Änderung des aus der Rente zu zahlenden Krankenversicherungsbeitrags informiert. Gesonderte Bescheide versendet die DRV hingegen nur in Ausnahmefällen: etwa bei Ruheständlern, die von Pfändungen betroffen sind oder jenen, bei denen Bescheid- und Zahlungsempfänger nicht identisch sind.

Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte in der Broschüre „Rentner und ihre Krankenversicherung“ der DRV, die kostenlos heruntergeladen oder am Servicetelefon unter 0800 10 00 48 00 bestellt werden kann.DPA

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