Der Iran-Krieg könnte auf die Preise im Supermarkt durchschlagen. © Hendrik Schmidt, dpa
Mit 1,9 Prozent ist die Teuerung in Deutschland im Februar wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Doch die Sorge ist groß, dass der Iran-Krieg nicht nur kurzfristig die Öl- und Gaspreise nach oben treibt, sondern auch die Inflation. Dabei spielt nach Einschätzung von Ökonomen die Dauer des Krieges eine entscheidende Rolle.
Bisher rechneten Volkswirte damit, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr knapp über der Zwei-Prozent-Marke liegen wird. Das könnte sich ändern, wenn der Iran-Krieg sich über Monate hinzieht und die Ölpreise längere Zeit erhöht bleiben. Denn das treibt die Kosten für Unternehmen und Verbraucher. Je höher die Inflation, umso geringer die Kaufkraft der Menschen.
Infolge des Iran-Kriegs könnten zudem die Lebensmittelpreise zumindest kurzfristig wieder stärker anziehen, weil Logistik und Energie teurer werden.
Der Preisauftrieb bei Lebensmitteln ließ im Februar deutlich auf 1,1 Prozent nach. Allerdings haben Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg nachhaltig für Preissteigerungen im Supermarkt gesorgt: Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland zwischen 2021 und 2025 um fast 32 Prozent gestiegen.
Energie war im Februar sogar 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch längst ist der Krieg im Nahen Osten an den Zapfsäulen in Deutschland angekommen: Benzin und Diesel kosteten zuletzt mehr als zwei Euro pro Liter.MM, DPA