Auch Mieter wollen daheim laden. © Imago
Der Mangel an Ladepunkten für Mieter ist nach Einschätzung der bayerischen Wohnungsunternehmen ein entscheidendes Hemmnis für den Durchbruch der Elektroautos. Ohne flächendeckende und wirtschaftlich tragfähige Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern werde sich die Elektromobilität nicht durchsetzen, prophezeit der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW). Verbandsdirektor Hans Maier argumentiert, dass der von der Bundesregierung angekündigte E-Auto-Zuschuss für Normal- und weniger Gutverdienende an der Situation nicht viel ändern wird, wenn nicht gleichzeitig Ladepunkte in Mehrfamilienhäusern gefördert werden. Nach Zahlen der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gibt es in Deutschland 21 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit zusammen 8,9 Millionen dazugehörigen Auto-Stellplätzen. Das Problem: Nur zehn Prozent davon hätten eigene Ladepunkte, schätzt der Wohnungsbauverband. Dabei ist Haushaltsstrom meist günstiger, als der an öffentlichen Ladesäulen. Das drückt die Attraktivitiät.