Unbehandelt heißt nicht, dass es keine Rückstände gibt.
Die schlechte Nachricht vorweg: Ob Zitronen unbehandelt sind, lässt sich mit bloßem Auge leider nicht erkennen. Und auch Zitronen, die sich in der Hand wachsig anfühlen, lassen nur vermuten, dass hier Konservierungsstoffe oder Wachs aufgetragen wurden, um sie länger frisch zu halten. Ob und wie eine Zitrone behandelt wurde, kann man meist nur auf dem Etikett erkennen, stellt die Verbraucherzentrale NRW klar. Gesetzlich müssen Zitrusfrüchte, deren Schale mit sogenannten „Überzugsmitteln“ behandelt wurden, mit Begriffen wie „konserviert“ oder „gewachst“ gekennzeichnet sein. „Unbehandelt“ ist nicht gleich „bio“. Der Hinweis bedeute laut der Verbraucherschützer lediglich, dass nach der Ernte keine Konservierungsmittel eingesetzt wurden – lasse aber offen, ob und welche Pflanzenschutzmittel während des Anbaus genutzt wurden. Auch unbehandelte Früchte können somit Rückstände auf der Schale und im Zitronensaft haben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt die Bio-Variante. „Denn im ökologischen Anbau sind sowohl chemische Pflanzenschutzmittel als auch konservierende Nachbehandlungen verboten“, so die Verbraucherschützer.