Preisschock an der Tankstelle: Doch bis zu 20 Prozent können Autofahrer zum Beispiel durch ihr Fahrverhalten einsparen. © Robert Michael, dpa
Autofahrer können ihren Verbrauch deutlich senken. 20 Prozent sind drin, meint der ADAC. Und so könnte es klappen:
■ 1. Vorausschauend fahren
Abrupt bremsen vergeudet Energie. Deshalb sollte die Bremswirkung des Motors so lange wie möglich genutzt werden. Wer vorausschauend fährt, frühzeitig vom Gas geht und beim Heranrollen an die rote Ampel den Gang herausnimmt, spart Sprit.
■ 2. Kurzstrecken vermeiden
Bei kaltem Motor verbraucht ein Auto am meisten Sprit. Deshalb sollte man bei Kurzstrecken am besten aufs Fahrrad umsteigen oder mehrere Einzelfahrten zu einer längeren zusammenfassen.
■ 3. Motor aus
Sobald der Motor läuft, braucht er Kraftstoff, auch wenn das Auto nicht fährt, sind es 0,5 bis ein Liter pro Stunde. Daher: Motor aus, wenn die Leerlaufzeit voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert. An Bahnübergängen ist das sogar Vorschrift. Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann auch selbst am Schlüssel drehen. Nach ADAC-Erkenntnissen ist diese Mehrarbeit für Anlasser und Batterie gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen. Auch das Warmlaufenlassen des Motors im Stand ist übrigens verboten.
■ 4. Verbraucher aus
Beleuchtung, Klimaanlage, Lüftung, Steuergeräte und sonstige Sicherheits- und Komforteinrichtungen im Auto beziehen Energie aus dem Bordnetz. Folglich kosten eingeschaltete elektrische Geräte und andere Verbraucher Sprit. Eine Klimaanlage führt zum Beispiel zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern pro 100 Kilometer, eine Standheizung 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde. Auch offene Seitenfenster sorgen übrigens für Mehrverbrauch – bei 100 km/Stunde etwa 0,2 Liter. Natürlich darf die Sparsamkeit nicht dazu führen, dass sicherheitsrelevante Einrichtungen wie Beleuchtung oder Scheibenheizung aus bleiben.
■ 5. Gewicht reduzieren
Getränkekisten, Fahrradträger, Dachboxen: Jedes zusätzliche Gewicht im oder auf dem Auto kostet Kraftstoff. Also: Alles raus, was nicht gebraucht wird.
■ 6. Richtig schalten
Rechtzeitig hoch- und runterschalten hilft ebenfalls sparen. Bei einer Drehzahl von 2000 U/min sollte man den nächsthöheren Gang wählen und weiter bei niedriger Drehzahl fahren. Zurückgeschaltet wird am besten erst dann, wenn der Motor zu ruckeln oder zu brummen beginnt. Bei Automatikgetrieben den Eco-Modus wählen.
■ 7. Luftdruck einstellen
Der Luftdruck der Reifen sollte regelmäßig geprüft werden, denn zu wenig Luft erhöht den Verbrauch. Um zusätzlich zu sparen, kann man den vom Hersteller empfohlenen Druck ein bisschen erhöhen.
■ 8. Wartung nicht vergessen
Bestimmte Teile des Fahrzeugs sind relevant für den Spritverbrauch, etwa der Motorluftfilter oder die Zündkerzen. Wichtig ist auch ein regelmäßiger Ölwechsel und der Einsatz von einem modernen Leichtlauföl. Regelmäßige Wartung lohnt sich langfristig.
■ 9. Geschwindigkeit
Eine dem Verkehrsfluss angepasste, möglichst konstante und moderate Geschwindigkeit verhindert spritverbrauchende Brems- und Beschleunigungsmanöver.
■ 10. Richtige Reifen
Reifen spielen für den Verbrauch eine große Rolle. Wer ohnehin neue Reifen braucht, sollte darauf achten, dass der Rollwiderstand möglichst gering ist (ADAC-Reifentest). So lassen sich bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer sparen.