Bürger-App ist in Planung
Berlin – Die Bundesregierung arbeitet an den Vorbereitungen für eine zentrale „Bürger-App“. Wie das Düsseldorfer „Handelsblatt“ am Donnerstag berichtete, sollen die Unternehmen SAP und Telekom mit deren Entwicklung beauftragt werden. Die Anwendung, die intern auch „Deutschland-App“ genannt wird, soll als zentrales Serviceportal staatliche Leistungen bündeln. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung bestätigte demnach, in Zusammenarbeit mit T-Systems und SAP einen Prototyp für eine KI-basierte Verwaltungsplattform zu entwickeln. Vorgesehen ist laut dem Bericht, dass Bürgerinnen und Bürger darüber Anträge stellen, Termine buchen und Verwaltungsdienstleistungen abrufen können. Die Rede ist vom „Bürgerbüro als App“.
USA importieren deutlich mehr
Washington – Das Außenhandelsdefizit der USA ist im Februar wieder angestiegen. Die Exporte legten nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Donnerstag um 4,2 Prozent auf 314,8 Milliarden Dollar (272 Milliarden Euro) zu, während die Importe sogar etwas stärker stiegen – um 4,3 Prozent auf 372,1 Milliarden Dollar. Das Außenhandelsdefizit der USA stieg damit um 4,9 Prozent auf 57,3 Milliarden Dollar. Das war etwas weniger als von Analysten erwartet. Weniger Importe und mehr Exporte sind eigentlich ein Ziel der aggressiven Handels- und Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.
Gastronomin muss Corona-Hilfe erstatten
Gießen – Eine Unternehmerin aus Hessen muss wegen zu hoher Einnahmen in der Pandemie einem Urteil zufolge rund 600.000 Euro an staatlichen Corona-Notfallhilfen zurückzahlen. Das entschied das Verwaltungsgericht Gießen nach Angaben vom Donnerstag in einem von der Gastronomin angestrengten Klageverfahren gegen das Regierungspräsidium Gießen. Eine „Überkompensation“ durch staatliche Hilfsgelder sei nicht vorgesehen (Az.: 4 K 4209/24.GI).
Ölpreis steigt nach Trump-Rede
Washington – Die Ölpreise sind infolge einer weiteren aggressiven Rede von US-Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran-Krieg stark angestiegen. Die US-Referenzsorte WTI legte am Donnerstag um mehr als zehn Prozent zu und kostete mehr als 110 Dollar (rund 95 Euro) pro Barrel. Die Nordseesorte Brent stieg um knapp acht Prozent auf rund 109 Dollar. Trump hatte am Mittwochabend die Hoffnungen auf ein rasches Kriegsende im Nahen Osten deutlich gedämpft. Er kündigte an, den Iran in den kommenden zwei bis drei Wochen „extrem hart“ anzugreifen und drohte mit Angriffen auf dessen Energieinfrastruktur. Zugleich behauptete er jedoch, die USA stünden „kurz davor“, ihre strategischen Ziele zu erreichen. Unklar ist, welche das sind.