Prime-Kunden können noch klagen. © Vennenbernd/dpa
Mehr zahlen oder weniger bekommen – vor diese Entscheidung stellte Amazon seine Kunden im Jahr 2024. Denn wer nicht bereit war, 2,99 Euro mehr pro Monat für seine Prime-Mitgliedschaft zu überweisen, der konnte seitdem nicht mehr werbefrei bei Prime Video streamen. Die Verbraucherzentrale Sachsen geht mit einer Sammelklage gegen dieses Vorgehen vor, nun steht der Verhandlungsauftakt fest. Das bedeutet: Wer sich der Sammelklage noch anschließen möchte, sollte das besser zeitnah tun.
Das Bayerische Oberste Landesgericht hat den Prozessbeginn für den 19. Mai 2026 festgelegt. Drei Wochen nach diesem mündlichen Verhandlungstermin schließt das Klageregister, Verbraucher können sich dann nicht mehr zur Sammelklage anmelden.
Teilnahmeberechtigt sind alle, die am 5. Februar 2024 ein Amazon-Prima-Abo hatten – und zwar unabhängig davon, ob sie seitdem mehr zahlen oder die Werbeblöcke akzeptieren. Wer sich noch an der Klage beteiligen möchte, muss sich direkt online beim Bundesamt für Justiz ins Klageregister eintragen – das dauert nur wenige Minuten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung (www.verbraucherzentrale-sachsen.de/amazon-sn) der Verbraucherzentrale Sachsen kann helfen.