So spült die Spülmaschine besser

von Redaktion

Die Maschine darf ruhig voll werden. © Christin Klose/dpa

Eine Spülmaschine kann natürlich jeder bedienen. Doch es gibt Tipps und Tricks, wie es besser geht.

Wie voll sollte die Maschine sein?

„Je voller, desto effizienter“, sagt Bernd Glassl, Bereichsleiter Haushaltspflege beim Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt. Und das allein schon aus Umweltgründen. Wichtig ist allerdings, dass das Wasser alle Flächen erreichen kann. Schüsseln oder Töpfe sollten also nicht ineinander gestapelt werden. Jedes Teil braucht etwas Abstand, um sauber zu werden. Und: „Geschirr sollte immer so eingeräumt werden, dass Öffnungen nach unten zeigen.“

Was gehört nicht in die Spülmaschine?

Kupfer und Aluminium: Laut Heinz Heißler können sich die Materialien verfärben. Heißler leitet das Spüllabor von BSH Hausgeräte. Auch Geschirr mit Goldrand oder aufgesetztem Dekor hat nichts in der Maschine verloren: Es kann verblassen oder schält sich sogar ab. Außerdem sollte Holz besser draußen bleiben. Es saugt sich in der Maschine mit Wasser voll. „Das Holz verzieht sich, die Farbe wird grau“, warnt IKW-Experte Glassl. Und: Schrauben oder Teile, die rosten können, sollte man besser nicht in die Maschine geben. Denn: „Flugrost überträgt sich schnell auf Besteck“.

Auch bei Kunststoffgeschirr und Plastiklöffeln ist Vorsicht geboten. Wer sichergehen will, achtet auf das Spülmaschinen-Symbol. Draußen bleiben sollten auf jeden Fall scharfe Messer. Thermoskannen, Thermobecher und andere Isolierbehälter gehören nur dann in die Spülmaschine, wenn der Hersteller sie als spülmaschinengeeignet kennzeichnet.

Auf den Gläsern bleibt ein Film zurück. Was hilft?

Das kommt auf den Film an. „Ein weißlicher Schleier kann vom Regeneriersalz stammen. Der lässt sich meist einfach mit Wasser abspülen“, sagt Glassl. „Oft ist aber die Enthärtungsfunktion falsch eingestellt, dann bleibt Kalk zurück.“ Und der lässt sich per Hand entfernen – mit Säure wie zum Beispiel Essig. Wenn das nicht klappt, handelt es sich wohl um Glaskorrosion. Und die ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Was tun, wenn das Geschirr nach dem Spülen unangenehm riecht?

Für einen modrigen Geruch sind Heißler zufolge oft Schmutzablagerungen in der Maschine verantwortlich. Er rät deshalb: Siebe reinigen und ein Reinigungsprogramm laufenlassen. „Kommt es weiterhin zu einem unangenehmen Geruch, liegt die Ursache eventuell beim verwendeten Reiniger.“ Gerüche können im warmen Zustand aber auch intensiver wirken. Oft verschwinden sie nach dem Abkühlen wieder. In jedem Fall sinnvoll: Gläser und Tassen mit der Öffnung nach oben im Küchenschrank lagern. So kann auch die Oberfläche der Innenseite abdampfen, was unangenehme Gerüche verhindert.

Wie viel Reinigung braucht meine Spülmaschine?

Geschirrspüler reinigen sich weitgehend selbst. Allerdings erreicht das Wasser oft nicht alle Stellen im Gerät. Vor allem an Leisten und Dichtungen, aber auch beim Sieb können sich Kalk und Essensreste ablagern. Sie sollte man deshalb gelegentlich mit einem feuchten Tuch und Spülmittel abwischen bzw. ausspülen. Wichtig ist außerdem, dass die Spülmaschine nicht dauerhaft mit Programmen bei niedrigen Temperaturen betrieben wird. Einmal im Monat sollten es 75 Grad werden.

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