Klingbeil
offen für
Zuckersteuer
Berlin – Eine Zuckersteuer auf Getränke wie Limonaden und Colas für eine gesündere Ernährung könnte aus Sicht des Finanzministeriums in der Bundesregierung angegangen werden. Minister Lars Klingbeil (SPD) sei dafür offen, sagte eine Sprecherin in Berlin. Die Regierung arbeite an einem gesamten Paket von Reformen, dazu könne auch die Zuckersteuer zählen. Verbraucherschützer und Medizinexperten machen angesichts der aktuellen Gesetzespläne für Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben Druck für eine Steuer auf gezuckerte Getränke. Grundsätzlich dafür ausgesprochen hatte sich auch Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
Edeka-Verbund steigert
Umsatz
Hamburg – Der Edeka-Verbund hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr steigern können. Insgesamt seien 77,3 Milliarden Euro umgesetzt worden – und damit 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte die Zentrale in Hamburg mit. Das sei ein Rekordhoch. 42,7 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent) entfielen dabei den Angaben zufolge auf die rund 3200 eigenständig agierenden Edeka-Kaufleute, 17,9 Milliarden Euro (plus 1,6 Prozent) auf den Discounter Netto.
Rheinmetall: Bundeswehr bestellt Ausrüstung
Düsseldorf – Nach milliardenschweren Bestellungen für Panzer, Munition und Satelliten hat die Bundeswehr beim Rüstungskonzern Rheinmetall nun auch Infanterieausrüstung bestellt. Das Unternehmen teilte in Düsseldorf mit, dass das Bundeswehr-Beschaffungsamt einen Auftrag über 1,04 Milliarden Euro für Soldatensysteme erteilt habe.
China
blockiert KI-Deal
mit Meta
Peking – China hat die Übernahme des KI-Start-ups Manus durch den US-Konzern Meta blockiert. Die zuständige Stelle für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen habe den Deal verboten und die Beteiligten angewiesen, die Transaktion rückgängig zu machen, teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission mit. Manus entwickelt sogenannte KI-Agenten. Solche Programme sollen nicht nur Fragen beantworten, sondern mit wenig menschlichem Eingriff komplexere Aufgaben erledigen können.
ifo: Unsicherheit belastet Exportwirtschaft
München – Die große geopolitische Unsicherheit belastet die Planungen der Exportwirtschaft: Die Erwartungen der Unternehmen lagen im März bei minus 0,7 Punkten und stiegen im April auf plus 0,1 Punkte, wie das Münchner ifo-Institut am Montag mitteilte. Damit hielten sich positive und negative Erwartungen „die Waage“, erklärte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Für die Exportwirtschaft gehe es gegenwärtig „weder vor noch zurück“.