Note 2,5: „Basmati“ von Akash © Stiftung Warentest/dpa
Note 2,4: „Pure Original Basmati“ von Tilda.
Note 2,3: „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger.
Note 2,3: „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“.
Reis enthält viele Nährstoffe. Weil er aber von Natur aus Arsen enthält, sollte man Reis nicht täglich essen. Zudem reduziert das Abwaschen der Reiskörner die Schadstoffe. © Smarterpix
Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn und Rundkorn – alle Reisarten sind laut der Stiftung Warentest schadstoffbelastet. In ausnahmslos jedem Reis kam das Halbmetall Arsen vor, das wegen seiner giftigen Eigenschaften oft den Schwermetallen zugeordnet wird. Es gelangt über Böden und Wasser im Anbaugebiet in den Reis. Auch Kadmium war vereinzelt enthalten.
■ Auch Bio-Reis belastet
Zwar überschritt im Test keines von 40 Produkten die offiziellen Grenzwerte. Aber die Stiftung Warentest schaute nach Abstufungen und fand deutliche Unterschiede, wie viel etwa an Metallen, Schimmelpilzen oder Pestiziden in den kleinen Körnern unterschiedlichster Anbieter steckte.
Das unerfreuliche Fazit des Tests: Lediglich jede zehnte Reispackung erreicht die zweitbeste Note „Gut“. Acht Produkte sind aufgrund der Schadstoffhöhe nur „ausreichend“, drei von ihnen tragen ein Bio-Logo. Alle anderen liegen als „befriedigend“ in der Mitte.
■ Vier Produkte sind gut
Immerhin gibt es auch vier gute Produkte: Die vier „guten“ Reissorten sind: „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“ von Kaufland (Note 2,3), „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger (Note 2,3), „Pure Original Basmati“ von Tilda (Note 2,4), „Basmati“ von Akash (Note 2,5).
■ Schadstoffe reduzieren
Was das Arsen angeht, das sich in Reis nicht komplett vermeiden lässt, schneidet Basmatireis insgesamt noch am besten ab. Und es gibt noch eine gute Nachricht für Verbraucher: Sie können bei der Zubereitung den Schwermetallgehalt im Reis selbst verringern. Zum einen sollten Verbraucher den rohen Reis vor dem Kochen waschen. Am besten spült man die Körner, bis das Wasser klar ist. Zum anderen kann man Reis mit viel Wasser kochen, das man hinterher abgießt. Dafür sprechen die Tests der Stiftung Warentest. Den Reis für fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser kochen. Dann das Wasser abgießen und durch frisches Wasser ersetzen, dieses Mal aber nur die zweifache Menge. Den Reis so lange garen, bis das Wasser aufgesogen ist. Laut einer Studie sinkt damit der Arsengehalt in Vollkornreis um 54 Prozent, in weißem Reis um 73 Prozent, heißt es von der Stiftung Warentest.
■ Reis nicht täglich essen
Die Experten raten dazu, Reis nicht täglich zu essen, sondern nur ein- bis zweimal pro Woche. Das nützt auch der Umwelt, denn Reis hat im Vergleich zu heimischen, stärkehaltigen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO2-Fußabdruck.
„Eltern von Babys und Kleinkindern sollten bei der Beikost variieren und nicht ausschließlich reisbasierten Milch-Getreide-Brei oder Babymenüs geben“, rät die Stiftung Warentest. Das gelte auch für Reiswaffeln als Zwischenmahlzeit. Dennoch sei Reis kein ungesundes Lebensmittel. „Er enthält wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, dazu Mineralstoffe wie Magnesium und Zink, außerdem ist Reis fettarm.“