Die untersuchten Getränke kosten im Durchschnitt fünf Euro pro Liter. © Fotomontage: Verbraucherzentrale Bayern
Verbraucherschützer äußern scharfe Kritik an „High-Fiber-Drinks“: Erfrischungsgetränke mit Ballaststoffen. Sie sollen die Verdauung unterstützen, die Darmgesundheit fördern und das Mikrobiom positiv beeinflussen. Eine Stichprobe mit acht Produkten zeige aber, dass der gesundheitliche Nutzen dieser Getränke meist begrenzt ist, wie die Verbraucherzentrale Bayern mitteilte. Dabei sind sie sehr teuer – sie kosten im Schnitt fünf Euro pro Liter.
Die Getränke enthalten Ballaststoffe wie Inulin, Dextrine oder Akazienfasern. „Ob sie in einem Getränk aber genauso wirken wie Ballaststoffe in festen Lebensmitteln, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt“, betonten die Verbraucherschützer. Sie sehen deshalb die gesundheitsbezogenen Aussagen auf den Produkten und Unternehmenswebseiten kritisch, denn sie entsprächen teilweise nicht den Vorgaben europäischer Verordnungen. In der EU dürfen Hersteller solche Aussagen nur verwenden, wenn sie wissenschaftlich belegt und zugelassen sind.AFP