IN KÜRZE

von Redaktion

Schub für fair gehandelte Produkte

Köln – Von Kaffee über Kakao bis zu Bananen: Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten hat in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals die Schwelle von drei Milliarden Euro überschritten. Wie der Verein Fairtrade Deutschland am Dienstag mitteilte, wurde 2025 beim Umsatz ein Rekordhoch von 3,14 Milliarden Euro erzielt – knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Kopf hätten Verbraucherinnen und Verbraucher damit rund 38 Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben.

Pleitewelle rollt weiter

Halle – Bei den Firmenpleiten in Deutschland zeichnet sich aktuell keine Entspannung ab. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften lag laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle im April bei 1776. Das seien drei Prozent mehr als im März und zehn Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das Institut mit. Eine regionale Aufschlüsselung zeige Rekordwerte in Berlin und Bayern.

Obermann wird Chefkontrolleur von SAP

Walldorf – Der frühere Telekom-Chef René Obermann ist in den Aufsichtsrat des Softwarekonzerns SAP gewählt worden. Der 63-Jährige erhielt von den Aktionären auf der virtuellen Hauptversammlung eine Zustimmung von über 99 Prozent. Obermann soll nächstes Jahr Aufsichtsratsvorsitzender von SAP werden. Über 20 Jahre besetzte SAP-Mitgründer Hasso Plattner den Posten. 2024 trat Plattner ab.

Schaeffler schafft soliden Start

Herzogenaurach – Der Zulieferer Schaeffler ist trotz schwacher Geschäfte in Europa und China stabil ins Jahr 2026 gestartet. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 2,7 Prozent auf 5,764 Milliarden Euro. Währungsbereinigt ergibt sich wegen des starken Euros aber ein Plus von 1,0 Prozent. Vor Zinsen und Steuern blieb ein Gewinn von 270 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Schaeffler 60 Millionen Euro, nach 83 Millionen im Vorjahresquartal.

Novartis schließt Werk in Südbaden

Wehr – Der Schweizer Pharmariese Novartis will seinen Produktionsstandort im südbadischen Wehr bis Ende 2028 schließen. Wie das Unternehmen aus Basel mitteilte, fallen damit rund 220 Arbeitsplätze weg. Der Grund für die Entscheidung: Der Standort im Landkreis Waldshut, an dem bislang Tabletten und Kapseln hergestellt wurden, sei nicht mehr wettbewerbsfähig.

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