Die Hoffnung auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran lassen die Preise für Raffinerieprodukte dramatisch abstürzen: Das eng mit Heizöl verwandte Gasöl verlor gestern bis zum Nachmittag 13 Prozent an Wert. Auch die Preise für Heizöl fielen in München um zwei Cent auf 122 Cent pro Liter (3000 Liter Lieferung). Oliver Klapschus, Chef des Vergleichsportals Heizoel24 rät zum Abwarten: „Sollte es jetzt zu einer nachhaltigen Entspannung kommen, könnten die Preise bestenfalls auf einen Euro fallen“, so der Marktkenner. „Wer pessimistisch ist, kann die Gelegenheit nutzen und jetzt im Preis-Tal kaufen. Wer Frieden erwartet, sollte jetzt ein, zwei Wochen abwarten, wie sich die Preise entwickeln.“ Ob die Preise auf das niedrige Niveau vom Februar fallen, sei aber ungewiss: „Dafür müsste schon alles passen.“ Klapschus rät, die Preise bis Ende Juli gut im Blick zu behalten: „Im August beginnt die Herbst-Nachfrage. Die Tanks sind leer und die Nachfrage wird hoch sein. Deshalb sollte man im Sommer zu einem guten Preis zugreifen.“ Gerade träfe ein Nachfrageschub auf dankbare Verkäufer: „Die Nachfrage ist eingebrochen und die Händler suchen händeringend nach Aufträgen um ihren Fuhrpark auszulasten.“MAS