Beim Kauf für den Muttertag sollte man auf giftfreie Ware achten. © Patrick Pleul/dpa
Zum Muttertag am 10. Mai werden wieder millionenfach Blumen verschenkt. Doch das hat oft einen unsichtbaren Preis, wie die Verbraucherzentrale Bayern erläutert: Rund 80 bis 90 Prozent der in Deutschland verkauften Rosen stammen aus Ländern wie Kenia, Ecuador oder Äthiopien. Dort würden häufig Pestizide eingesetzt, die in der EU längst verboten sind. Auch die Arbeitsbedingungen entsprächen nicht europäischen Standards. „Blumen sind ein Symbol für Zuneigung. Diese sollte jedoch nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt gehen”, sagt Sigrid Goldbrunner, Referatsleiterin Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Bayern. Wer mit gutem Gewissen Blumen verschenken will, sollte auf folgende Siegel achten:
Fairtrade-Siegel
Dieses Siegel garantiert Mindestlöhne, verbietet Kinder- und Zwangsarbeit und schränkt den Pestizideinsatz ein. Eine zusätzliche Fairtrade-Prämie fließt in Gemeinschaftsprojekte vor Ort wie Schulen oder Gesundheitsversorgung. Blumen mit diesem Siegel sind weit verbreitet. Flower Label Program (FLP)
Das auf die Blumenbranche spezialisierte Siegel setzt strenge soziale und ökologische Kriterien voraus und umfasst regelmäßige unabhängige Kontrollen vor Ort. Slowflower-Bewegung
Wer regional und saisonal einkauft, unterstützt kleinere Gärtnereien mit nachhaltiger Produktion. Das wachsende Netzwerk der slowflower-bewegung.de hilft, diese Betriebe zu finden. Oft lohnt sich auch ein Blick beim örtlichen Floristen.