Keine Entlassungen bei Wacker Chemie

von Redaktion

München/Burghausen – Wacker Chemie hat sich mit der Arbeitnehmervertretung auf Details zu dem seit Herbst geplanten Stellenabbau geeinigt. Man habe sich auf einen sozialverträglichen Plan zum Wegfall von rund 1600 Stellen in Deutschland verständigt, teilte der Chemiekonzern am Freitag mit.

Der Stellenabbau soll über ein Freiwilligenprogramm mit Altersteilzeitregelungen und Aufhebungsverträgen realisiert werden. Zudem wurde für alle Mitarbeiter in Deutschland bis 2028 als „Solidarbeitrag“ eine Verringerung von Arbeitszeit und Gehalt um vier Prozent vereinbart. Dadurch sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Bis Ende 2027 sollen alle Maßnahmen aus dem Programm umgesetzt werden.

Geplant sei, am weltweit größten Wacker-Standort in Burghausen 1300 Arbeitsplätze abzubauen, im sächsischen Nünchritz sind es 200 Stellen, am Unternehmenssitz in München 60 Stellen sowie an weiteren Standorten in Deutschland in Summe 50 Stellen. Ende März beschäftigte Wacker Chemie weltweit knapp 16.200 Menschen, rund 10.600 davon in Deutschland.

„Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, um den notwendigen Wandel auch in Deutschland voranzutreiben und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, sagt Wacker-Chef Christian Hartel. „An unseren internationalen Standorten haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die uns flexibler, effizienter und schneller machen. Nun geht es auch in Deutschland in die Umsetzung.”

Der MDax-Konzern hatte das Sparprogramm wegen einer schon lange andauernden Branchenflaute angestrengt. Am Ende sollen die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro geringer sein. Wacker Chemie leidet unter anderem durch die krisenbedingt deutlich gestiegenen Energiepreise. Der Konzern ist unter anderem Weltmarktführer bei hochreinem Polysilizium für die Chip-Produktion.

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