Aurubis stellt Kupfer her. © Banneyer/dpa
Der Hamburger Kupferproduzent Aurubis beobachtet nach Ausbruch des Iran-Kriegs ein verknapptes Angebot an Schwefelsäure. Die gestörten Schwefel-Lieferketten im Nahen Osten hätten den Markt unter Druck gesetzt, sagte Konzernchef Toralf Haag. Die Preise für kurzfristige Lieferungen, die sogenannten Spotpreise, seien gestiegen und lägen auf hohem Niveau. Schwefelsäure ist eine wichtige Chemikalie, die Unternehmen unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln benötigen. Aurubis kann Schwefelsäure verkaufen, weil die Säure als Nebenprodukt während der Kupferherstellung erzeugt wird. Aurubis ist deshalb, anders als manche Erzeuger, nicht auf Lieferungen von Schwefel angewiesen, um die Säure zu erzeugen. Im Finanzbericht zu den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres heißt es, der Konzern rechne mit höheren Erlösen aus dem Verkauf von Schwefelsäure. Haag zufolge veräußert Aurubis rund 85 Prozent der Schwefelsäure über Verträge und den Rest am sogenannten Spotmarkt.