Trumpf-Chefin: Mehr Steuern wären in Ordnung

von Redaktion

Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller. © Carstensen/dpa

Die Chefin des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, kann sich vorstellen, mehr Steuern zu zahlen. «Ich fühle mich durch das Wort Reichensteuer in eine Ecke gestellt», sagte sie dem „Handelsblatt“. Zumal der Begriff eine Farce sei bei vielen Einkommen, die man darunter fasse. „Ich wäre bereit, mehr Steuern zu zahlen, aber das ist nicht der Punkt. Ob ich jetzt 47 oder 50 Prozent aufbringen muss, wird mich nicht umbringen – für andere macht es einen gravierenden Unterschied.“ Viele Menschen in diesem Land würden gerne geben. Entscheidend sei aber, was mit dem zusätzlichen Geld passiere. Mögliche Mehreinnahmen müssten in die Bildung fließen, forderte sie. „Das geht von Sprachförderung in Grundschulen bis zu den Universitäten.“ Die schwarz-rote Koalition fordert Leibinger-Kammüller zum Handeln auf: Es sei die „verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Bundesregierung, eine vernünftige Strategie für dieses Land aufzustellen“, sagte sie. Es brauche Reformen, vor allem bei der Rente.

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