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Wie man guten Spargel erkennt

von Redaktion

Frischer Spargel ist ein Hochgenuss. © Imago

Die Spargelsaison erreicht ihren Höhepunkt und überall sind die weißen und grünen Stangen erhältlich, wahlweise im Bund oder offen angeboten. Auch wenn die Preise im Mai wegen des größeren Angebots niedriger liegen als im April – Spargel ist nie ein „billiges“ Gemüse. Deshalb sollte man vor dem Kauf stets genau hinsehen.

Die Frische ist das wichtigste Kriterium für den Spargelgenuss: Die Stangen sollten fest und prall wirken und leicht quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Die Schnittflächen dürfen nicht eingetrocknet sein, die Köpfe noch fest geschlossen. Hat der Spargel den Frische-Check bestanden, geht es ans Prüfen der Kennzeichnung. Lose angebotener Spargel muss mit dem Preis pro Kilogramm ausgezeichnet werden. Angaben pro 100 oder 500 Gramm sind nicht zulässig, aber immer wieder zu finden. Der Spargel wirkt dann auf den ersten Blick günstiger, als er tatsächlich ist.

Wird der Spargel im 500-Gramm-Bund angeboten, dürfen Anbieter den Preis pro Bund nennen, müssen aber zusätzlich noch den Grundpreis pro Kilogramm angeben. Achtung: Spargel wird immer häufiger auch im kleineren 400-Gramm-Bund angeboten. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen und die Grundpreise zu vergleichen.

Wie bei den meisten Gemüsearten ist auch bei Spargel die Angabe des Herkunftslandes verpflichtend vorgeschrieben. Genauere Angaben zur Region oder zum Anbaugebiet sind freiwillig, müssen aber stimmen. Weil deutscher Spargel besonders hohe Verkaufspreise erzielt, prüft die Lebensmittelüberwachung bei ihren Kontrollen auch die Herkunft der Stangen. Dabei geht es nicht nur um Lieferpapiere: mittels Isotopenanalyse lässt sich zum Beispiel deutscher Spargel von spanischem oder griechischem eindeutig unterscheiden, weil jedes Anbaugebiet einen ortstypischen „Fingerabdruck“ in den Sauerstoffatomen und anderen chemischen Elementen des Spargels hinterlässt.

Die Angabe von Handelsklassen ist schon seit 2009 nicht mehr verpflichtend, bei Spargel dennoch oft zu finden. In diesen Fällen sollte sich die Einordnung an der sogenannten UNECE-Norm orientieren, wonach Spargel der Klasse Extra die höchste Qualität aufweisen sollte mit geraden, weißen Stangen von mindestens 12 Millimeter Durchmesser, fest geschlossenen Köpfen und keinerlei Verholzung. Bei Klasse 1 sind leichte Formfehler und eine rosa Färbung auf Stangen und Köpfen zulässig, der Stangendurchmesser sollte mindestens 10 Millimeter betragen. Günstiger und mit mehr Formfehlern und Verfärbungen sowie dünneren Stangen ist Spargel der Klasse 2 – frisch geerntet ist auch er ein Genuss. Möchte man den Spargel als Suppe, Salat oder Pfannengericht zubereiten, sind diese günstigeren Angebote optimal.

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