Ein guter Burger lebt von seinem Patty. Er soll saftig und würzig sein – und muss auch gut riechen. © S. Schuldt/dpa
Ein perfekter Burger beginnt nicht bei den Brötchenhälften oder bei der Sauce, sondern beim Patty – so heißt der Bratling auf Englisch. Erstaunlich: Bei Fertig-Pattys aus dem Handel scheint Fleischersatz besser als Fleisch zu sein. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Für ihre Zeitschrift (Ausgabe 6/2026) haben sich die Tester 20 Bratlinge aus dem Tiefkühl- sowie Frischware aus dem Kühlregal vorgeknöpft: 10 klassische Pattys aus Rindfleisch und 10 vegetarische Alternativen, etwa aus Sojabohnen oder Hülsenfrüchten wie Erbsen.
Von den zehn für „gut“ befundenen Pattys sind sieben pflanzlich, darunter auch die Testsieger: Vegane Burger My Vay American Style von Aldi (gekühlt, 0,99 Euro/100 g), Garden Gourmet Sensational Burger (gekühlt, 1,41 Euro/100 g) und Beyond Burger (tiefgekühlt, 1,77 Euro/100 g). „Sie schmecken richtig spitze“, sagten die Tester über Letztere. Das Lob treffe aber auch auf den Testsieger aus dem Team Fleisch zu, die Rindfleisch-Pattys von Chef Select von Lidl (tiefgekühlt, 1,40 Euro pro 100 g).
Die fleischlosen Pattys schnitten besser ab, weil sie im Schnitt nur halb so viel Fett und weniger Kalorien haben, würziger und saftiger sind und alle ohne Beanstandungen durch die Keim- und Schadstoffprüfungen kamen. Aber das ist im Test nicht der Grund für schlechteres Abschneiden. Die Tester bemängeln bei den Fleisch-Pattys zu viel Mittelmaß. Doch nicht nur das: Manche Fleisch-Burger rochen gegen Ende der Haltbarkeit schlecht. Die Prüfer berichteten von milchsäuerlichen und dumpfen Noten, in einem Fall von Stallgeruch, der vermutlich von der Würzung herrührt. In manchen Tiefkühlprodukten fanden sich außerdem unerwünschte Keime wie Colibakterien, die aber durch vollständiges Erhitzen unschädlich gemacht wurden.