EU prüft Kauf von MediaMarkt genauer
Brüssel – Die Europäische Kommission prüft die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com genauer. Die Kommission habe Bedenken, dass Gelder an JD.com, die möglicherweise dem chinesischen Staat zuzurechnen seien, den Übernahmeprozess verzerrt haben könnten, indem sie JD.com ein höheres Angebot ermöglichten. Dabei gehe es um Vorzugsfinanzierungen, steuerliche Anreize und Zuschüsse.
Otto verdient ohne About You mehr
Hamburg – Der Handelskonzern Otto Group hat den Gewinn nahezu verdoppelt. Der Umsatz hingegen entwickelte sich rückläufig. Konzernchefin Petra Scharner-Wolff zeigte sich dennoch zufrieden. Maßgeblich für den Umsatzrückgang war der Verkauf der Tochter About You an Zalando. Am wichtigsten für den Konzernumsatz ist die Plattform otto.de. Vergangenes Geschäftsjahr wuchs der Umsatz des Onlineshops um acht Prozent auf 4,8 Milliarden Euro.
Ölpreis zieht wieder kräftig an
London – Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel kräftig zugelegt. Am Markt wurde auf die neuen Angriffe in der Golfregion und eine weitere Sanktionsrunde der USA gegen den Iran verwiesen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als 3,58 Prozent auf 97,67 US-Dollar.
Bayern leidet unter hohen Rohstoffpreisen
München – Die Rohstoffkosten für die bayerische Wirtschaft steigen. Der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erhobene Rohstoffpreisindex ohne Energie hat zum ersten Mal die Marke von 200 durchbrochen und übertrifft damit seinen bisherigen Rekord von 196,3 aus dem März 2022. Basis des Index sind die Weltmarktpreise für mehr als 40 wichtige Rohstoffe, gewichtet danach, wie viel von ihnen nach Bayern importiert wird. Besonders stark verteuerten sich Aluminium und Wolfram.
Heckler & Koch schraubt Gewinne hoch
Oberndorf – Der Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Gewinn in die Höhe katapultiert. Wie das Unternehmen berichtete, stieg das Nachsteuerergebnis im ersten Quartal um 14,4 auf 20,1 Millionen Euro. Die Auftragslage bleibt gut: So bekommt die Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre.