Bieterkampf um die Monte dei Paschi di Siena. © dpa
Trump: Kein Druck auf US-Notenbankchef
Washington – US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten keinen Druck auf den neuen Fed-Chef Kevin Warsh ausüben – und mahnt zugleich angesichts der guten Arbeitsmarktsituation zu Zinssenkungen. „Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben“, sagte er im Gespräch mit dem US-Sender NBC News mit Blick auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve Mitte Juni. Höhere Zinsen würden den derzeitigen Erfolg ausbremsen. „Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken“, forderte Trump wie bereits mehrfach in der Vergangenheit ungeachtet der konjunkturellen Parameter.
EU will Stahlmarkt stärker schützen
Brüssel – Die EU-Staaten haben schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit will die Europäische Union ihren Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China, Indien und der Türkei schützen. Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Was darüber geht, wird mit 50 Prozent Strafzoll belegt, doppelt so viel wie bisher.
1,15 Millionen offene Stellen
Nürnberg – Obwohl die Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Jahren wächst, waren im ersten Quartal mehr als eine Million Arbeitsplätze unbesetzt. Allerdings liegt die Zahl der offenen Stellen zwischen Januar und März 2026 mit 1,15 Millionen um 105.800 unter dem Wert des vierten Quartals 2025. Auf 100 offene Stellen kommen der Berechnung zufolge derzeit 264 Arbeitslose – 13 mehr als vor einem Jahr, berichtet die Bundesagentur für Arbeit.
Fusionswelle unter Italiens Banken
Rom – Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will für mehr als 30 Milliarden Euro ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen, wie sie gestern ankündigte. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an.