Ottobrunner Transportdrohne soll früher abheben

von Redaktion

Ein Prototyp des fliegenden Krankenwagens. © dpa

München/Berlin – Das Luftfahrtunternehmen ERC-System will mit einer Transportdrohne drei Jahre früher als geplant in die Serienproduktion einsteigen: Auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin stellt das in Ottobrunn ansässige Start-up einen sowohl für militärische als auch zivile Zwecke nutzbaren unbemannten Flieger vor: „Victor ist eine Dual-Use-Schwerlastdrohne mit Hybridantrieb, die 250 Kilogramm tragen und 300 Kilometer weit fliegen kann“, sagte Vertriebschef Maximilian Oligschläger. „Der erste Victor-Prototyp soll in diesem Jahr abheben, den Start der Serienproduktion planen wir für 2028.“ Das Werk mit einer dreistelligen Zahl von Arbeitsplätzen könnte aber nicht in Bayern, sondern in Nordrhein-Westfalen entstehen: ERC-System, der Rüstungskonzern Rheinmetall und das Land vereinbarten auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung.

Die Messe wurde gestern von Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnet, der sich unter anderem im Areal von Airbus zeigte. Der Chef der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus, Michael Schöllhorn, sieht das neue Kampfjet-Projekt seines Unternehmens als europäisches Vorhaben unter deutscher Führung. „Wir plädieren nicht für einen deutschen Alleingang“, sagte Schöllhorn am Mittwoch zur Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. „Wir denken europäisch und wir wollen die deutsche Industrie aber wesentlich und in verantwortlicher Rolle beteiligt sehen.“

Auf der Messe sind rund 750 Aussteller aus 37 Ländern vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auf Entwicklungen im Bereich Rüstung. Am Wochenende ist die ILA fürs Publikum geöffnet.

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