Das müssen Mieter bei der Fußball-WM wissen

von Redaktion

Verdeckt die Deutschland-Flagge des Obermieters auch noch den Balkon und die Fenster der darunter liegenden Wohnung., ist das eindeutig zu viel. © Jens Wolf/dpa

Deutschland ist in die Fußball-WM gestartet – und viele Fans wollen nun die Nationalmannschaft unterstützen: Eine Fußball-Party auf der Terrasse, Flaggen auf dem Balkon oder im Garten, Wimpel an den Fenstern: Möglichkeiten gibt es viele. Was ist Mietern aber erlaubt? Und gilt die Nachtruhe auch während der WM?

■ Partys und Nachtruhe

„Natürlich dürfen Mieter in ihrer Wohnung feiern und die Spiele ansehen“, sagt Angela Lutz-Plank vom Mieterbund München. Doch auch wenn Gaststätten in München wegen des Public-Viewing ihre Außenbereiche bis 1 Uhr nachts öffnen dürfen, gelten für private Wohnungen, Gärten und Terrassen keine Sonderregeln. Die Nachtruhe ab 22 Uhr müsse grundsätzlich eingehalten werden, erklärt Lutz-Plank. Man solle vor allem späte Spiele lieber gemeinsam in der Wohnung und bei geschlossenen Fenstern statt lautstark auf Balkon oder Terrasse schauen. Dennoch appelliert sie für Nachsicht in der Nachbarschaft: Während der WM sollte man „etwas großzügiger als üblich sein und Verständnis haben, dass vielleicht aus der Nachbarwohnung auch nach 22 Uhr laute Jubelschreie dringen.“

■ Schmuck und Flaggen

Rücksichtnahme sei auch bei der Beflaggung wichtig. Natürlich dürften an Mietwohnungen Fahnen oder Wimpel wehen. Poster, Ketten oder Wimpel sollten aber an der Innenseite der Fenster angebracht werden. „Außerdem dürfen Fahnen und Co. dem Nachbarn nicht die Aussicht nehmen“, so die Mietexpertin. Beispielsweise darf die auf dem Balkon ausgerollte Fahnen nicht in den Sichtbereich von Fenstern oder Balkonen einer darunter liegenden Wohnung hängen. Ist die Fahne so groß, dass sie einen Fahnenmast benötigt, brauchen Mieter sogar die Genehmigung des Vermieters. „Denn dies kann ein Eingriff in die Bausubstanz sein.“ Grundsätzlich gilt. Fans müssen sicherstellen, dass WM-Deko nicht herunterfällt oder weggeweht wird. Denn dadurch können Passanten verletzt und Autos beschädigt werden.HÖSS

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