München – Deutschlands größter Autovermieter Sixt will noch in diesem Jahr mit der Billig-Zweitmarke StarCar auf den deutschen Markt kommen und damit die Marke nach der Insolvenz und Übernahme wiederbeleben. Viel mehr Details wollte er nicht nennen, „weil der Wettbewerb lauscht“. Der Kaufpreis für das insolvente Unternehmen und die Kundendaten wurde auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag, „gerade einmal über eine Million Euro“ beziffert. Auf der Homepage von StarCar ist von zunächst 15 Stationen zum Neustart in Deutschland die Rede. Sixt selbst hatte Ende 2025 knapp 380 Stationen in Deutschland und weltweit 2274. Zum Konzern gehört seit gut zehn Jahren auch die Billigmarke Flizzr, die vor allem in Urlaubsregionen vertreten ist. Die Sixt-Vorstandschefs, die Brüder Alexander und Konstantin Sixt, stellten nach dem vierten Rekordjahr 2025 in Folge weiteres Wachstum in Aussicht. Vor allem das US-Geschäft mit inzwischen 1,5 Milliarden Euro Umsatz soll weiter wachsen. Sixt entwickele sich besser als der Wettbewerb und gewinne Marktanteile hinzu.
Wie der 81-jährige Aufsichtsratsvorsitzende Erich Sixt sagte, hat die Familie jüngst eine Million Sixt-Vorzugsaktien für rund 50 Millionen Euro gekauft, weil er die Aktie für unterbewertet hält.GERHARD HEGMANN