Ohne Reisepass oder Ausweis kann es bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. © Christin Klose/dpa
Berlin – Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?
1. Melden: Zunächst sollte man den Verlust bei der örtlichen Polizei melden – teilweise geht das auch online. Dann erhält man eine polizeiliche Verlustmeldung. Für die Ausstellung der Ersatzpapiere ist es ratsam, wenn man vor seinem Urlaub Fotokopien der Ausweisdokumente angefertigt und diese möglichst an anderer Stelle platziert als die Pässe selbst, rät der ADAC. Ergänzend kann man auch noch Handyfotos von den Originaldokumenten machen. Mit solchen Belegen können die Ersatzpapiere womöglich sofort ausgestellt werden. Ansonsten dauert es länger, weil das zuständige deutsche Bürgeramt zur Identitätsprüfung eingeschaltet werden muss, informiert das Auswärtige Amt.
2. Online sperren: Wer einen Ausweis mit Online-Funktion hat, sollte diese Funktion möglichst umgehend sperren lassen. Das geht unter dem allgemeinen Sperrnotruf 0049 116 116 – wichtig ist, dass man für solche Fälle das Sperrkennwort aus dem PIN-Brief parat hat.
3. Botschaft aufsuchen: Mit einem Nachweis der örtlichen Behörden kann man bei der deutschen Auslandsvertretung einen „Reiseausweis als Passersatz“ bekommen. Wo sich das nächste deutsche Konsulat oder die Botschaft befindet, können Reisende auf der Website des Auswärtigen Amts herausfinden, unter www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/deutsche-auslandsvertretungen. Zudem sollte man die Verlustmeldung vorlegen können, wenn man später in Deutschland neue Dokumente beantragt. Zudem kann sie bei Versicherungsfragen wichtig werden.