Rote Bete macht Suppen farblich zum Hingucker. © Smarterpix
An Hitzetagen benötigt der Körper viel Flüssigkeit und verlangt nach leichten, gut verträglichen Mahlzeiten. Kalte Suppen sind dafür ideal: Sie erfrischen, versorgen den Organismus mit Flüssigkeit und liefern gleichzeitig wertvolle Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Zudem belasten sie den Kreislauf weniger als schwere, heiße Gerichte. Brühe oder etwas Salz in den Rezepten gleichen Elektrolytverluste durchs Schwitzen aus.
Ein Klassiker ist die spanische Gazpacho, eine kalte Gemüsesuppe, traditionell bestehend aus vollreifen Tomaten, Paprika, Gurken, Knoblauch, Olivenöl und etwas Brot. Eine optimale Kombination: Tomaten und Paprika liefern viele zellschützende Carotinoide, Knoblauch steuert antimikrobielle und gefäßschützende Schwefelverbindungen bei, das Olivenöl wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die Gurke sorgt für Frische und spendet Flüssigkeit. Das Brot hilft bei der Bindung der Suppe und bringt schnelle Energie, ohne zu belasten. Wer es sättigender möchte, isst ein hart gekochtes Ei dazu oder streut Fetawürfel und eine Handvoll geröstete Kürbiskerne über die Suppe. Oder er bereitet stattdessen eine Salmorejo zu. Diese Suppe stammt wie Gazpacho ursprünglich aus Andalusien und wird hauptsächlich aus Tomaten, Olivenöl, Brot und Knoblauch zubereitet, was sie cremiger und sämiger macht.
Besonders erfrischend sind kalte Suppen, wenn die Gurke zur Hauptkomponente wird. Gurken bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser und liefern Kalium, das für den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wichtig ist. Verfeinert mit Joghurt, Buttermilch oder Kefir entsteht ein angenehm frischer Mix, der zusätzlich hochwertiges Eiweiß und Kalzium enthält. Kräuter wie Dill, Minze, Kresse oder Petersilie sorgen für Aroma und bringen weitere gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe ins Spiel.
Ein Hingucker sind leuchtend pinke Rote-Bete-Suppen. Ob mit Joghurt, Apfel oder etwas Meerrettich – die Kreationen überzeugen optisch und geschmacklich. Gesund ist die Rote Bete ebenfalls: Der rote Farbstoff Betanin wirkt antioxidativ, dazu liefert die Knolle Eisen und Folsäure, beides wichtig für die Blutbildung. Um das Eisen besser nutzen zu können, hilft die Kombination mit Vitamin-C-haltigen Zutaten, zum Beispiel etwas Zitronensaft.
Die Suppen sollten möglichst gekühlt, aber nicht eiskalt serviert werden. So bleiben die Aromen erhalten und der Magen wird nicht unnötig belastet.