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Jetzt schmecken die Beeren

von Redaktion

Am besten frisch aus dem Garten: Beeren sind empfindlich und mögen keine langen Wege. © smarterpix

Die heimischen Erdbeeren haben Hochsaison, die Kirschenzeit beginnt, in den Gärten leuchten Johannisbeeren und im Handel findet man die ersten Heidelbeeren aus deutscher Ernte – selten schmecken Vitamine so gut wie im Sommer. Die kleinen Früchte liefern dazu noch Mineral- und Ballaststoffe und eine Vielzahl zellschützender Antioxidantien.

Doch Beeren und Kirschen zählen auch zu den empfindlichsten Früchten im Gartenjahr. Sie müssen reif geerntet, schonend transportiert und richtig aufbewahrt werden, damit Qualität und Geschmack erhalten bleiben. Wer Erdbeeren kauft oder pflückt, sollte auf gleichmäßig rote Früchte mit frischen, grünen Kelchblättern achten. Auch bei Kirschen sollten die Stiele und bei Johannisbeeren die Rispen noch grün sein und nicht vertrocknet. Kirschen, Erd- und Himbeeren sind sehr druckempfindlich. Bei sichtbaren Druckstellen setzt rasch Fäulnis ein – besser nicht mehr kaufen.

Frische Himbeeren wirken prall und samtig, reife Heidelbeeren sind gleichmäßig dunkel gefärbt und mit einem hellen Reifefilm überzogen. Dieser natürliche Schutzfilm ist ein verlässliches Zeichen für Frische. Kauft man Beeren oder Kirschen in der Schale, hilft ein kritischer Blick auf die Verpackung: bei feuchten Stellen am Boden, sichtbarem Schimmel oder Fruchtfliegen ist die Ware nicht mehr frisch.

Wer Beerenobst oder Kirschen im warmen Auto nach Hause transportieren muss, nimmt dafür am besten eine Kühltasche mit. Zu Hause befreit man die druckempfindlichen Früchte aus den engen Verkaufsschalen und breitet sie z.B. auf einer größeren flachen Schale so aus, dass sie sich möglichst wenig stapeln. Matschige oder schimmlige Früchte dabei sofort aussortieren. Nun kann man sie, am besten abgedeckt mit einem feuchten Tuch, ungewaschen im Kühlschrank bis zur Zubereitung aufbewahren.

Erst direkt davor werden sie vorsichtig, aber gründlich gewaschen. Das geht zum Beispiel in einem Nudelsieb mit einem sanften Wasserstrahl oder in einer großen Schüssel mit Wasser. Bei der Wassertemperatur kommt man um einen Kompromiss nicht herum: Verschmutzungen und Rückstände lösen sich besser mit warmem Wasser, kaltes Wasser schont dafür Frische und Qualität – maximal handwarm ist eine akzeptable Lösung. Wichtig: das Waschen sollte nicht zu lange dauern bzw. die Beeren und Kirschen nicht längere Zeit im Wasser liegen, da sie sonst Aroma verlieren und aufquellen. Aus diesem Grund entfernt man Blätter, Rispen oder Stiele auch erst nach dem Waschen. Möchte man Beeren und Kirschen vor dem Essen noch trocknen, breitet man sie am besten auf einem sauberen Geschirrtuch aus und tupft sie mit einem zweiten vorsichtig trocken.

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