IN KÜRZE

von Redaktion

Bund kauft sich bei Tennet ein

Berlin – Deutschland ist jetzt Miteigentümer des Übertragungsnetzbetreibers Tennet Germany. Über die staatliche Förderbank KfW hat der Bund 25,1 Prozent des früheren niederländischen Staatsunternehmens übernommen, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Tennet betreibt mit mehr als 14.000 Trassenkilometern das größte deutsche Stromübertragungsnetz. Es reicht von Schleswig-Holstein bis nach Bayern. Große Projekte sind der Anschluss von Offshore-Windparks in der Nordsee und der Bau von Stromautobahnen zwischen Norddeutschland und Bayern. Die erste soll ab 2027 Windenergie in den Süden bringen.

Bericht: Porsche streicht weitere 4000 Stellen

Stuttgart – Dem angekündigten Stellenabbau bei Porsche könnten nach Informationen des „Handelsblatts“ bis zu 4000 weitere Jobs zum Opfer fallen. Besonders betroffen sind demnach Mitarbeiter in den Bereichen Management und Verwaltung. Am Entwicklungsstandort Weissach sollen rund 30 Prozent der Kapazitäten auf den Prüfstand. Ein Porsche-Sprecher wollte die konkrete Zahl der Stellen nicht bestätigen, verwies aber auf ein umfassendes Zukunftspaket, das derzeit in Arbeit sei, um das Unternehmen zu verschlanken.

Lange Wartzezeiten an Flughäfen

Berlin – Der deutsche Flughafenverband ADV hat überlange Wartezeiten an den Grenzkontrollen beklagt. Die Abfertigungszeiten für Reisende aus Drittstaaten seien mit Einführung des neuen europäischen Entry/Exit-System (EES) deutlich angestiegen, sagte die ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach. Mit dem EES werden seit Oktober 2025 die Grenzkontrollen in Europa schrittweise modernisiert. Bürger aus dem Nicht-Schengen-Raum müssen vor jedem Grenzübertritt biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Foto) und Passdaten abgeben.

Brandenburg plant Strommarkt mit Polen

Berlin – Brandenburg lotet nach Angaben von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Möglichkeit einer gemeinsamen Strompreiszone mit Regionen im Nachbarland Polen aus. „Schleswig-Holstein, Hamburg, Teile von Niedersachsen prüfen, ob eine engere Zusammenarbeit grenzüberschreitend in Europa, in dem Fall mit Dänemark, möglich ist“, so Woidke. „Das hätte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Strompreise, nämlich auf niedrigere Strompreise auch in Brandenburg.“ Heute gilt in ganz Deutschland ein einheitlicher Strompreis. Experten kritisieren das seit Langem, weil Netzengpässe den physischen Stromfluss zwischen den Regionen behindern. Um den einheitlichen Strompreis aufrechtzuerhalten, müssen die Netzbetreiber regelmäßig in den Markt eingreifen. Die Kosten hierfür werden auf die Netzentgelte umgelegt.

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