Fahrermangel wächst sich aus

von Redaktion

Köln – Der Fachkräftemangel in Deutschland könnte sich Experten zufolge erheblich verschärfen und im Alltag vieler Menschen noch spürbarer werden. Voraussichtlich 4,6 Millionen Fachkräfte gehen in den nächsten 10 bis 15 Jahren in Rente, mehr als 3,6 Millionen von ihnen arbeiten in Berufen mit bereits ausgeprägten Engpässen, etwa als Bus- und Lastkraftwagenfahrer. Das zeigt eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft. Besonders schwierig ist die Situation in Verkehrsberufen. 40 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer sind laut Studie mindestens 55 Jahre alt. Mehr als 60.000 scheiden bis 2041 aus dem Arbeitsmarkt aus. Bereits heute gebe es im ÖPNV personalbedingte Ausfälle und Fahrplananpassungen, sagt Kofa-Studienautor Jurek Tiedemann. „Wenn viele Fahrer in Rente gehen und nicht genügend Personal nachkommt, könnten solche Einschränkungen häufiger werden.“ Dadurch würde die Mobilitätswende ausgebremst.

Hauptgrund ist der demografische Wandel. Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge, die nun nach und nach in Ruhestand gehen, seien deutlich größer als die nachrückenden Generationen. Der Jahrgang 1964 sei etwa doppelt so groß wie der 2024.

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