Bierverkäufe sinken trotz WM

von Redaktion

Berlin – Die Brauwirtschaft gerät tiefer in die Krise: Der Bierkonsum in Deutschland geht 2026 weiter zurück. Das hat Auswirkungen auf das Sortiment im Handel und die Preise. Insolvenzen, Schließungen und Verkäufe von Brauereien werden an immer mehr Standorten ein Thema. „Tatsache ist, dass es die Branche weniger mit einer Absatzdelle als mit einer echten Zäsur zu tun hat“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. Der deutsche Biermarkt schrumpfe nach minus 6 Prozent 2025 um gut 5 Prozent in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026.

„Von der Fußball-WM hatten wir nichts erwartet und wurden auch nicht enttäuscht“, meint Eichele. Es sei „leider damit zu rechnen, dass die Anzahl der Brauereien in Deutschland weiter abnehmen wird“. Ein Lichtblick sei der wachsende Anteil alkoholfreier Biere und deren Spitzenstellung in Europa. Als Gründe für den starken Abwärtstrend führt der Verbandsvertreter verändertes Ausgehverhalten und das schlechte Konsumklima an, das durch anhaltende politische Unsicherheit verursacht sei. Außerdem konsumierten junge Leute weniger Alkohol als ältere Menschen.DPA

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