von Redaktion

China gegen Verstaatlichung

London – China hat sich gegen die angekündigte Verstaatlichung des Stahlkonzerns British Steel gestellt und die britische Regierung zur Einhaltung „internationaler Regeln“ aufgefordert. Es warf der britischen Regierung vor, das 2020 vom chinesischen Konzern Jingye aufgekaufte Unternehmen „unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit“ übernommen zu haben. Die britische Regierung hatte bereits im April 2025 die Kontrolle über British Steel übernommen. Zuvor hatte Jingye angekündigt, zwei Hochöfen im nordenglischen Scunthorpe mit rund 2700 Arbeitsplätzen aus Rentabilitätsgründen stillzulegen – die letzten beiden derartigen Anlagen des Landes.

Mehr Aufträge für die Industrie

Wiesbaden – Der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im Mai weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, legte er saison- und kalenderbereinigt um 1,7 Prozent zu. Die positive Entwicklung ist demnach wesentlich auf einen Anstieg um 3,3 Prozent im Maschinenbau zurückzuführen. Auch der Auftragsbestand in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen legte mit 3,0 Prozent deutlich zu. In der Autoindustrie sank der Auftragsbestand hingegen um 0,8 Prozent.

Wett-Affäre um Trump-Teleprompter

Washington – Das Weiße Haus wird von einer skurrilen Wett-Affäre erschüttert. Der langjährige Teleprompter-Bediener von Präsident Donald Trump soll nach Angaben des Senders ABC News vom Donnerstag mehr als 100.000 Dollar mit Wetten auf Trumps Redetexte verdient haben, die er vorab kannte. Trump ließ den Mann deshalb suspendieren, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, mitteilte.

Amazon-Klage abgewiesen

München – Eine Verbraucherklage gegen den US-Konzern Amazon wegen Werbung in dessen Streaming-Angebot Prime Video ist abgewiesen worden, die Verbraucherschützer dahinter wollen aber in Revision gehen. Die Einführung der Werbeunterbrechungen sei den Vertragsbedingungen zufolge zulässig gewesen, erklärte das Bayerische Oberste Landesgericht am Freitag. Die Verbraucherzentrale Sachsen will nun vor den Bundesgerichtshof ziehen.

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