Warken rudert zurück

von Redaktion

Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will gemeinsam mit Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) nach einer Lösung zur umstrittenen Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag suchen. Warken betonte gegenüber dem ZDF: Ziel sei, dass „auch dem Arbeitgeber Genüge getan wird, die Praxen nicht überlaufen und dass der Arbeitnehmer auch nicht das Gefühl hat, es besteht großes Misstrauen“. Die Bundesregierung hatte sich geeinigt, dass künftig ab dem ersten Tag einer Erkrankung die Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gesetzlich vorgeschrieben werden soll. Die Ankündigung sorgte für viel Kritik von Fachleuten. So warnten Ärzteverbände vor vollen Praxen. Ökonomen des DIW erwarten, dass die Zahl der Krankheitstage durch so eine Regel eher steigen könnten. Denn viele könnten dadurch mit einem Infekt zu früh ins Büro gehen und dort die Kollegen anstecken. Zudem machten chronische Erkrankungen, etwa der Psyche oder des Skeletts, 40 Prozent des Ausfalltage aus. Hier helfe nur Prävention.DPA/MAS

Artikel 5 von 9