Damit ein Hefeteig aus Gelbmehl elastisch wird, sollte man ihn gut kneten. © Richard Wareham, IMAGO
Innovative Mehlsorten liegen bei Profi- und Hobbybäckern im Trend. Dazu gehört auch Gelbmehl. Es wird aus Gelbweizen hergestellt – einer Urweizensorte. Das Mehl verleiht Backwaren eine warme, auffallend goldgelbe Farbe. Dazu braucht es weder Zusätze noch Eier. Verantwortlich für die Färbung sind die mehleigenen natürlichen Carotinoide wie Lutein. Sie wurden aus herkömmlichen Weizensorten weitgehend herausgezüchtet. „Die Pflanzenstoffe bringen nicht nur Farbe ins Gebäck, sondern gelten auch als zellschützend“, sagt Ernährungsexpertin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Ob Brot, Semmeln, Baguette, Pizza, Kuchen oder selbst gemachte Nudeln – Gelbweizenmehl lässt sich ähnlich wie klassisches Weizenmehl verwenden. Das Mehl verleiht den Backwaren ein vollmundiges, nussiges Aroma. Dank seiner stabilen Kleberstruktur gelingen auch elastische Hefeteige. Empfehlenswert ist es, zu Beginn etwas weniger Wasser als üblich zu verwenden und den Teig gut durchzukneten. Gelbweizenmehl gibt es vor allem in Bioläden, regionalen Mühlen und spezialisierten Onlineshops.