Autohöfe sind eine vergleichsweise günstige Alternative zu Raststätten. © JOERAN STEINSIEK, IMAGO
Durchaus, sagt der ADAC. Die Organisation verweist auf eigene Untersuchungen, wonach Kraftstoffe und Produkte aus Shop und Gastronomie an Autobahnraststätten häufig teurer seien als an Autohöfen oder Tankstellen abseits der Autobahn. „Wer für einen Stopp die Autobahn verlässt, kann daher oft Geld sparen“, so eine Sprecherin des Verkehrsclubs. Welches Sparpotenzial sich beim Tanken konkret bietet, zeigte jüngst eine Datenanalyse des ADAC auf Basis von Preisdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe vom 6. bis 19. April. So waren Super E10 und Diesel an Raststätten in dem Zeitraum im Schnitt 33 Cent teurer als abseits der Autobahn. Dabei handelte es sich aber um eine Vollerhebung unter mehr als 14.000 Tankstellen im Land, also unabhängig von der Entfernung zur Autobahn. Dennoch hält der ADAC fest: Es lohne sich, zum Tanken abzufahren. Auch die Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist auf Autohöfen im Vergleich zu Raststätten laut ADAC besser, auch wenn es dort ebenfalls Licht und Schatten gibt, wie ein Test des Verkehrsclubs aus dem vergangenen Herbst zeigte: Immerhin erreichten bei der Untersuchung 13 der 25 geprüften Autohöfe eine gute Gesamtnote, von den 25 geprüften Rastanlagen wurde keine einzige gut bewertet. Überall auffällig waren „undurchsichtige Modalitäten zum Bezahlen und mangelnde Transparenz bei den Strompreisen“, kritisierte der ADAC. Wer mit E-Auto reist, sollte bei langen Fahrten in jedem Fall noch genauer planen. Viele Navigationssysteme und Lade-Apps zeigen dem Verkehrsclub zufolge an, wo sich Ladesäulen befinden und wie viele Ladepunkte vorhanden sind. Teilweise werden auch Belegungsinformationen angezeigt. Die seien jedoch nicht überall und schon gar nicht immer in Echtzeit verfügbar.DPA