Die Tester legten mit jedem Scooter zehn Kilometer zurück. Auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben, gehörte ein Helm immer dazu. © Adac/dpa
Elektro-Roller werden immer beliebter. Der ADAC hat nun zehn Scooter mit Straßenzulassung getestet. Sieben der Geräte erreichen die Gesamtnote „gut“, erklärte der Automobilclub. Bewertet wurden Fahrverhalten, Bremsen, Bedienung, Sicherheit, Haltbarkeit, Reichweite sowie mögliche Schadstoffe. Abstriche mussten die meisten Modelle bei der Akkuleistung machen. Die Scooter kosten zwischen 500 und 800 Euro.
Der Beste
Das beste Gesamtergebnis (Note 2,0) schaffte der Segway Ninebot F3 Pro D. Leistung, Komfort, Bremsen, Beleuchtung: Mit allem waren die Tester sehr zufrieden. Einziger Kritikpunkt ist die Ladezeit: Es dauert laut ADAC über acht Stunden, bis der Akku des Scooters wieder komplett voll ist.
Mit Mängeln
Zwei Modelle bewerteten die Tester als mangelhaft, weil bei der Belastungsprüfung der Lenker brach. Es handelt sich um den Navee N65i und den Streetbooster Sirus, die beide nur die Note 4,5 erreichten. Der Automobilclub gibt an, hier strengere eigene Standards angesetzt zu haben – die gesetzlichen Vorgaben bildeten „die realen Belastungen im Alltag nicht ab“.
Reichweiten
Viele der Elektro-Tretroller schaffen die angegebene Reichweite nicht. Nach Angaben der Hersteller liegt sie je nach Modell zwischen 40 und 75 Kilometern. Das Modell mit der größten Reichweite schaffte im Test laut ADAC aber nur knapp 48 Kilometer. Der Hersteller Odys wirbt für das Modell Ultron i75 (Note 2,5) allerdings mit einer Reichweite von bis zu 75 Kilometern.
Kauftipps
Der ADAC rät, zunächst das eigene Nutzerprofil zu ermitteln. Will man zum Beispiel bergige Strecken fahren, ist eine gute Federung und ein leistungsstarker Motor wichtig. Viele Händler bieten Probefahrten an, das sollte man nutzen, um sich einen Eindruck von den Fahreigenschaften zu verschaffen.